02.08.2021 - Frank Löper

Florian Wellbrock gewinnt Bronze über 1500 m Freistil

Da ist sie, die langersehnte olympische Medaille! Florian Wellbrock holt Bronze über 1.500m Freistil. (Foto: dpa)
Da ist sie, die langersehnte olympische Medaille! Florian Wellbrock holt Bronze über 1.500m Freistil. (Foto: dpa)
Beim letzten Einzelrennen der olympischen Schwimmwettbewerbe in Tokio hat Florian Wellbrock vom SC Magdeburg in der Nacht zum Sonntag (1. August) über 1.500m Freistil in 14:40,91 min. die zweite Medaille für das deutsche Schwimmteam im Beckenschwimmen gewonnen. Wellbrock, der mit der drittschnellsten Zeit ins Finale eingezogen war, lag an der letzten Wende noch in Führung musste sich in einem packenden Endspurt nur dem US-Amerikaner Robert Finke (14:39,65) und dem Ukrainer Mykhailo Romanchuk (14:40,66) geschlagen geben.

Trotzdem freute sich Florian Wellbrock natürlich auch über Bronze. „Nicht ohne Grund hat das so lange gedauert, bis mal wieder ein deutscher Schwimmer eine Olympiamedaille geholt hat. Jetzt haben wir direkt zwei und ich denke, mit Bronze bei Olympia darf man nicht unzufrieden sein“, sagte er im ZDF. Wellbrocks Bronzemedaille ist das erste olympisch Edelmetall eines deutschen Schwimmers seit dem dritten Platz von Rückenschwimmer Stev Theloke im Jahr 2000 in Sydney.
Wie zuvor seine Verlobte Sarah Köhler sicherte sich auch der 23-Jährige Wellbrock Bronze über 1.500m Freistil. Die beiden einzigen deutschen Olympiamedaillen im Beckenschwimmen gehen damit auf das Konto der Magdeburger Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn. Mit Platz vier über 800 m Freistil von Wellbrock sowie zwei sechste Plätze für Isabel Gose über 400m Freistil und in der 4 x 200 m Freistilstaffel sowie zwei siebenten Plätzen für Sarah Köhler über 800m Freistiel und Lukas Märtens mit der deutschen 4 x 200m Freistilstaffel trugen Sachsen-Anhalts Schwimmerinnen und Schwimmer maßgeblich zur positiven Bilanz der deutschen Beckenschwimmer bei.
„Zwei Medaillen und insgesamt elf Top-10-Ergebnisse mit acht Finalteilnahmen belegen hier erneut den Aufwärtstrend im DSV, ebenso drei deutsche Rekorde und die 15 in Tokio erzielten Bestzeiten“, bilanzierte Bundestrainer Hannes Vitense nach dem Beckenschwimmen. „Aber natürlich haben wir hier auch gesehen, in welchen Bereichen wir künftig noch weiter zulegen müssen und wollen.“
„Jetzt muss ich erst einmal regenerieren für die 10 Kilometer, das wird anstrengend genug“, warf Wellbrock den Blick nach vorn. Am Donnerstag (5. August) tritt er beim olympischen Freiwasserrennen über 10 km zusammen mit Vereinskamerad Rob Muffels an.
Wir drücken in der zweiten Olympiawoche den deutschen Langstreckenschwimmer*innen, mit dabei auch Finnia Wunram vom SC Magdeburg, für ein erfolgreiches Abschneiden fest die Daumen!