02.08.2021 - Frank Löper

Platz acht mit persönlicher Bestweite für Sara Gambetta

Sara Gambetta freut sich über eine neue persönliche Bestleistung und Platz acht im olympischen Finale. (Foto: dpa)
Sara Gambetta freut sich über eine neue persönliche Bestleistung und Platz acht im olympischen Finale. (Foto: dpa)
Wenn man im olympischen Finale persönliche Bestleistung stößt und damit Rang acht unter den weltbesten Kugelstoßerinnen belegt, hat man alles richtiggemacht! Sara Gambetta vom SV Halle wird im Kugelstoßwettbewerb der Frauen bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio mit einer Weite von 18,88 Metern Achte. Ein tolles Ergebnis für die 28-jährige Athletin von Trainer René Sack.

Sara Gambetta steigerte dabei ihren Hausrekord im Endkampf um zwei Zentimeter. „Olympisches Finale. Bestleistung. Achter Platz. Ich kann mir gerade nichts Besseres vorstellen“, sagte Gambetta, die vor zwei Jahren das WM-Finale noch knapp verpasst hatte: „Da habe ich wirklich an mir gezweifelt und mich gefragt, ob ich überhaupt dazu gehöre – ich als ehemalige Mehrkämpferin. Zwischen all den großen Frauen sehe ich da vielleicht doch ein bisschen schmaler aus.“ „Aber ich habe es mir heute bewiesen, ich habe es mir in der Qualifikation bewiesen, dass ich verdammt nochmal hierhergehöre. Und da bin ich stolz drauf!“, sagte Gambetta nach dem Wettkampf mit breiter Brust
. Bei ihrer ersten Olympiateilnahem 2016 in Rio de Janeiro war Gambetta noch mit einer Weite von 17,24 m in der Qualifikation ausgeschieden.
Die Goldmedaille im Kugelstoßen ging in Tokio an Gong Lijiao, die einst von der deutschen Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss und deren Coach Dieter Kollark trainiert wurde. Die Chinesin setzte sich mit starken 20,53 m deutlich vor der Amerikanerin Raven Saunders (19,79) durch. Dritte wurde die Olympiasiegerin von Peking 2008 und London 2012, Valerie Adams aus Neuseeland. Für die 36-jährige Neuseeländerin war das bereits ihre vierte Medaille bei Olympischen Sommerspielen.
Zwischen Adams und Gambetta liegen also acht Jahre Altersunterschied. Das sollte Sara Hoffnung machen, dass ihre 18,88 m noch lange nicht das Ende der Fahnenstange sind…