15.12.2021 - Anja Beutel

Neue Genderrichtlinie des LSB Sachsen-Anhalt

Foto: dpa picture alliance
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Das Präsidium des LSB Sachsen-Anhalt hat am 6. Dezember beschlossen, die Anwendung genderbewusster Sprache im LSB einheitlich umzusetzen. Als Orientierung dafür dient die Vorlage “Genderbewusste Sprache im Deutschen Olympischen Sportbund und in der Deutschen Sportjugend“. Die Regelung gilt ab 1. Januar 2022. Ausnahmen sind bei Pressemitteilungen möglich.

Der Leitfaden zur Umsetzung der genderbewussten Sprache sieht im Wesentlichen folgende zwei Vorgehensweisen vor:

Nutzung des Gendersternchens*
Das Gendersternchen fließt dann in den Text mit ein, sobald keine explizite geschlechtliche Zuweisung beabsichtigt oder bekannt ist und/oder die Allgemeinheit adressiert wird. Das Gendersternchen wird zwischen die weibliche und männliche Endung eines Adjektivs, Artikels oder Substantivs gesetzt.
Beispiele: leistungsstarke*r Athlet*in, zahlreiche Zuschauer*innen, Sportler*innen, der*die Sportler*in, ein*e erfolgreiche*r Athlet*in.

Neutralisierung von Sprache
In vielen Fällen besteht die Möglichkeit der Neutralisierung der Sprache, sodass Geschlechter nicht sichtbar werden bzw. alle Geschlechter mitgedacht und mitgemeint werden. Diese Variante der genderbewussten Sprache lässt sich mithilfe verschiedener grammatikalischer Strategien umsetzen.
Beispiele: die Person, der Mensch, das Publikum, das Präsidium, die Mitarbeitenden, die Teilnehmenden, Zuschauende, Sporttreibende.

PDF-DateiGenderbewusste Sprache in DOSB und DSJ