28.02.2022 - DOSB

DOSB fordert den Ausschluss von Russland und Belarus

Grafik: DOSB
Grafik: DOSB
Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) fordert bis auf Weiteres den sofortigen Ausschluss Russlands und Belarus aus der internationalen Sportfamilie. Wir rufen die internationalen Sportverbände dazu auf, russische und belarussische Athlet*innen vorerst nicht mehr zu Wettkämpfen zuzulassen und russische und belarussische Funktionär*innen von ihren Ämtern zu suspendieren. Unterdessen unterstützt der deutsche Sport bei der Aufnahme ukrainischer Sportler*innen.

Weltweite Sanktionen auf allen gesellschaftlichen Feldern sind umso wirksamer, je mehr gesellschaftliche Akteure sich daran beteiligen. Das Ziel, den Krieg in der Ukraine schnellstmöglich zu beenden, rechtfertigt diesen Schritt, wenngleich davon auch Athlet*innen getroffen werden, die für diesen Krieg nicht verantwortlich sind. Auch der Sport muss hier seiner Verantwortung nachkommen und entsprechende Einschränkungen in Kauf nehmen. Der DOSB beabsichtigt zudem einen Fonds einzurichten, um unmittelbare, humanitäre Unterstützung für ukrainische Sportler*innen zu leisten.

Unterstützung bei der Aufnahme ukrainischer Sportler*innen
Der DOSB unterstützt den Deutschen Boxsport-Verband (DBV) bei der Aufnahme von 33 ukrainischen Sportler*innen, Trainer*innen und Betreuer*innen. Die Ukrainer*innen werden nach Beendigung des Strandja-Memorial-Turniers in der bulgarischen Hauptstadt Sofia nicht mehr in ihre Heimat zurückreisen.
In enger Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium des Innern und dem DOSB hat der DBV das gesamte Team der Ukraine eingeladen, unmittelbar nach dem Ende des Turniers in Sofia nach Deutschland zu reisen, wo sie vom 28. Februar bis zum 23. März am Bundesstützpunkt Heidelberg an einem Trainingslehrgang des DBV teilnehmen. Dem Trainingslager schließt sich ein Sparringslehrgang an, für den das ukrainische Team bereits eingeplant gewesen war.
Erich Dreke, Präsident des DBV erläuterte: „Uns ist wichtig, dass wir unseren ukrainischen Sportkameradinnen und Sportkameraden in dieser Notlage direkt und unbürokratisch helfen. Ebenso freue ich mich über die große Sympathie und Unterstützungsbereitschaft in Ministerien und Behörden für unser Vorhaben.“
Torsten Burmester, Vorstandsvorsitzender des DOSB, sagte: „In dieser Situation können wir als organisierter Sport schnelle, konkrete Hilfe leisten, die bei den Sportler*innen direkt ankommt. Der DBV hat mit dieser Initiative ein Zeichen für den humanitären Sport gesetzt, für den wir alle einstehen.“