20.06.2022 - Tobias Czäczine

WM-Silber für Lukas Märtens

SCM-Freistilschwimmer Lukas Märtns holt WM-Silber über 400 Meter
SCM-Freistilschwimmer Lukas Märtns holt WM-Silber über 400 Meter
Der 20jährige Lukas Märtens vom SC Magdeburg erwischte am Samstag einen nahezu perfekten Start in die Schwimm-Weltmeisterschaften, welche vom 18. Juni bis 3. Juli 2022 in der ungarischen Hauptstadt Budapest ausgetragen werden.

Über 400m-Freistil – dem ersten Finale der Weltmeisterschaften – schwamm Märtens in 3:42,85 Minuten zu WM-Silber und bestätigte damit seine starken Leistungen der aktuellen Saison. So war er als Weltjahresbester über 400, 800 und 1.500 Meter nach Budapest gereist.

Am Samstag blieb der Magdeburger, welcher in der starken Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn trainiert, nur 85 Hundertstel über seiner Bestzeit und hatte bei der letzten Wende sogar noch knapp in Führung gelegen. Beim Zielanschlag musste er sich dann nur dem Australier Elijah Winnington (3:41,22 Minuten) geschlagen geben. Bronze ging an den Brasilianer Guilherme Costa in 3:43,31 Minuten.

„Es war ein schnelles Rennen von Beginn an. Ich habe es zusammen mit dem Australier schnell gehalten und das hat sich am Ende dann auch ein bisschen gezeigt. Ich wollte nochmal alles reinhauen auf den letzten 50 Metern, aber es ging einfach nicht mehr“, sagte Märtens dem Deutschen Schwimmverband, der trotz der zwischenzeitlichen Führung im Ziel mit seinem Ergebnis überglücklich war.

Auch Bundestrainer Bernd Berkhahn lobte seinen Schützling auf der DSV-Homepage: „Die Trainingsqualität bringt Lukas schon seit langer Zeit. Es ist für uns nichts Neues, dass er dort auch zeitweise stärker ist als Florian (Wellbrock, d.R.) bei entsprechenden Serien mit kurzen Teilstrecken.“

Am folgenden Sonntagabend kraulte Märtens auch über 200m-Freistil ins WM-Finale. In 1:45,94 Minuten schaffte er als Vierter seines Laufs und Gesamt-Siebter den Sprung in den Endlauf, welcher am heutigen Montag-Abend stattfindet.

Ebenfalls positive Schlagzeilen machte Isabel Gose. Die Magdeburger Schwimmerin lieferte kurz nach dem 400m-Finale ihres Lebensgefährten Lukas Märtens ebenfalls eine Top-Leistung ab. Mit Platz 5 war Gose noch einmal einen Platz besser als im vergangenen Jahr bei den Olympischen Spielen in Tokio, wo sie Sechste wurde. In diesem Rennen blieb Isabel Gose in 4:03,47 Minuten nur drei Zehntel über ihrem eigenen deutschen Rekord, welchen sie bei der Olympiade in Tokio aufstellte.