03.08.2022 - David Sieber

Sachsen-Anhalt mit 39 Teams beim Bundesfinale in Prora

Zakia Chlihi (Referatsleiterin im BAMF) eröffnete gemeinsam mit Tobias Knoch (LSB-Vorstandsvorsitzender) das Bundesfinale.
Zakia Chlihi (Referatsleiterin im BAMF) eröffnete gemeinsam mit Tobias Knoch (LSB-Vorstandsvorsitzender) das Bundesfinale.

LSB-Vorstandsvorsitzender Tobias Knoch bei einer der zahlreichen Siegerehrungen
LSB-Vorstandsvorsitzender Tobias Knoch bei einer der zahlreichen Siegerehrungen
Das Bundesfinale an der Ostsee stellt den jährlichen Höhepunkt der SPARKASSEN FAIRPLAY SOCCER TOUR dar. In den vorangegangenen Monaten wurden in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen, sowohl die sportlich besten als auch die fairsten Soccer Teams ermittelt. Vom 27. bis 30. Juli 2022 trugen fast 200 Teams in Prora auf Rügen das Bundesfinale aus.

Das Gelände der Jugendherberge in Prora auf der Insel Rügen verwandelt sich jährlich anlässlich des Soccer-Turniers in eine kleine Sportmetropole. Über 1.500 Teilnehmer*innen aus knapp 200 qualifizierten Teams waren angereist und ermittelten in spannenden Spielen die sportlichsten und die fairsten Sieger*innen der einzelnen Altersklassen. Zakia Chlihi, Referatsleiterin im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), eröffnete gemeinsam mit Tobias Knoch, Vorstandsvorsitzender des LSB Sachsen-Anhalt e.V. sowie Vertreter*innen der Sparkassen, Mastercard und der Deutschen Soccerliga, das Bundesfinale.
Den Teilnehmenden sowie den zahlreichen, ehrenamtlich engagierten Helfer*innen, war die Vorfreude nach der zweijährigen coronabedingten Zwangspause anzumerken. Es herrschte ausgelassene Stimmung bei bestem Wetter und wie immer wurde neben dem sportlichen Aspekt, das Thema Fairplay ganz groß in den Mittelpunkt gerückt.

Bundesprogramm „Integration durch Sport“ unterstützt die Soccer Tour
Das Bundesprogramm „Integration durch Sport“, das vom DOSB sowie den Landessportbünden umgesetzt und vom Bundesministerium des Innern und für Heimat gefördert wird, unterstützte die Soccer Tour auch in diesem Jahr. Bereits von März bis Juli fanden in den insgesamt 38 Vorrundenturnieren sowie sieben Landesfinals in den Bundesländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern 38 Projekttage mit Bildungsworkshops zum Thema „Fairplay im Sport und im Alltag“ und mit interkulturellen Schwerpunktsetzungen statt.
Zusätzlich wurden Fairplay-Botschafter*innen geschult und eingesetzt sowie Socceranlagen für die Spieltage bereitgestellt. An jedem Austragungsort der Tour vereinten sich ein sportpädagogisches Streetsoccer-Turnier mit einem Projekttag, der verschiedene Workshops zu Themen wie interkulturelle und antirassistische Bildungsarbeit, Fairplay in der Gesellschaft und der Finanzwelt, politische Bildung oder gesundheitliche Aufklärung beinhaltete.
Im Jahr 2022 beteiligten sich insgesamt über 15.000 Kinder und Jugendliche an dem Projekt, bei dem vielfältige Impulse zum interkulturellen Lernen, zur Partizipation und zur Entwicklung ehrenamtlichen Engagements gegeben werden. Mit der Sparkassen Fairplay Soccer Tour möchten die beteiligten Bundesländer von „Integration durch Sport“ für dieses Thema sensibilisieren und ein Signal für Integration, Vielfalt, Zusammenhalt, Gleichberechtigung und Engagement senden.

Zahlreiche Workshops während des Bundesfinals
Während des Bundesfinals bot das Programm IdS in diesem Jahr 14 Workshops an, die während der vier Tage in Prora besucht werden konnten. Darunter waren Angebote wie Karate, Minigolf, Kopftischtennis, Trampolin, Crossboccia oder auch Sportarten aus den Herkunftsländern der IdS-Zielgruppe wie Cricket oder Gorodki. Die Workshops wurden weitestgehend von den Stützpunktvereinen des Programms und deren ehrenamtlich Engagierten durchgeführt. „Die Angebote haben mit viel Spaß einen guten Überblick für das Programm gegeben und den Teilnehmenden bestimmt Lust auf mehr gemacht“, so Zakia Chlihi.
Den Kern der Workshops stellte dabei der Bildungsworkshop „Fairplay im Sport und im Alltag“ dar. Dabei ging es um die Vermittlung der Fairplay-Werte des Sports und weshalb es sich lohnt diese Werte auch außerhalb des Sports zu praktizieren und darüber zu berichten. Stützpunktvereine und Kreissportbünde aus den einzelnen Landessportbünden von „Integration durch Sport“ betreuten diese Mitmachangebote mit ehrenamtlich Engagierten. Ohne sie wäre eine solche Veranstaltung in dieser Größenordnung nicht umsetzbar. An allen Stationen wurde das Hauptaugenmerk auf den respektvollen und fairen Umgang miteinander gelegt. So setzten die Teilnehmenden ein Zeichen für Respekt und Vielfalt.
Zakia Chlihi, Tobias Knoch und weitere Vertreter*innen aus Sport und Gesellschaft, ließen es sich nicht nehmen alle 14 Workshops aktiv zu erleben. Sie verbrachten viel Zeit auf dem Gelände und zeigten große Begeisterung sowie Freude darüber, was in Prora auf die Beine gestellt wurde. Tobias Knoch zollte den zahlreichen ehrenamtlichen Engagierten größten Respekt für ihren Einsatz und sprach allen, in Form einer süßen Leckerei zwischendurch, seinen Dank aus.

Ergebnisse der Soccer Team aus Sachsen-Anhalt
Insgesamt 39 Mannschaften aus Sachsen-Anhalt nahmen in diesem Jahr durchaus erfolgreich am Bundesfinale teil. Hier eine Übersicht über die bestplatzierten Teams.

Soccer-Turnier:
AK 6-10 weiblich: 3. Platz: Die 3 OhrenKicker – Wolmirstedt
AK 11-13 weiblich: 3. Platz: Die Riesen - Osterburg
AK 11-13 männlich: 1. Platz: Die ersten Menschen – Blankenburg, 2. Platz: SLD – Wolmirstedt
Ü18 weiblich: 3. Platz: Germania Wernigerode – Halberstadt
Ü18 männlich: 3. Platz: Strohhutbande – Halberstadt

Fairplay Wettbewerb:
AK 11-13 weiblich: 1. Platz: Die Kuhlen mit K – Sangerhausen