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Leistungssport

30 Jahre „Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt“ und Ehrung der Medaillengewinner von Peking

| Tobias Czäczine

Am 28. April 1992 wurde der Trägerverein des Olympiastützpunktes in Magdeburg und somit der Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt (OSP), vormals OSP Magdeburg/Halle, aus der Taufe gehoben. Die Organisation feiert im Jahr 2022 ihr 30jähriges Bestehen, welches im Rahmen eines Festaktes am 20. Juni 2022 im Bootshaus der TSG Calbe e.V. würdig gefeiert wurde. An diesem Tag konnte das Team um PD Dr. med. Jörg Franke, dem Vorsitzenden des Trägervereins des OSP, und OSP-Leiter Helmut Kurrat zahlreiche Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft begrüßen.

Besonders die Präsidentin des LandesSportBundes Sachsen-Anhalt, Silke Renk-Lange, welche die Arbeit des Olympiastützpunktes sowohl als aktive Sportlerin, als auch nunmehr auf Funktionärsebene kennt, findet würdigende Worte: „Als ehrenamtliche Präsidentin des LSB und Präsidiumsmitglied im SV Halle kann ich heute, 30 Jahre nach der Gründung des Trägervereins, die Leistungen des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt als Serviceeinrichtung für den Spitzen- und Nachwuchsleistungssport hierzulande noch besser beurteilen, als seinerzeit als Athletin“, so die Olympiasiegerin von 1992 im Speerwurf. „Deshalb gilt mein herzliches Dankeschön an alle im Olympiastützpunkt ehren- und hauptamtlich Verantwortlichen. Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren viel auf den Weg gebracht“, sagt Renk-Lange und meint dabei u.a. gemeinsame Leistungen wie das Schaffen zusätzlicher hauptamtlicher Stützpunktleiterinnen und –leiter, den LSB-Trainerpool, eine attraktive Förderung für Trainerinnen und Trainer, Sportstipendien für studierende Leistungssporttreibende oder die Unterstützung der Kommunen Halle und Magdeburg beim Neubau und der Sanierung von Sportanlagen für den Spitzensport.

 

Im Rahmen der Festveranstaltung gratulierte auch Sportministerin Dr. Tamara Zieschang und würdigte die Leistungen der Vergangenheit und Gegenwart: „Mit Sachsen-Anhalts Sportlerinnen und Sportlern ist sommers wie winters zu rechnen. Unsere Schwimmerinnen und Schwimmern um Magdeburgs Aushängeschild Florian Wellbrock stellen aktuell bei der Weltmeisterschaft in Budapest unter Beweis, dass sie ganz vorn mitschwimmen. Im Februar ließen uns die Bob-Anschieber Thorsten Margis und Alexander Schüller sowie Rodler Toni Eggert drei Mal im Medaillenjubel ausbrechen.“

 

Eben jene Wintersportler erhielten im Veranstaltungsverlauf ihre verdiente Auszeichnung für die erreichten Erfolge bei den Olympischen Winterspielen in Peking. Thorsten Margis und Alexander Schüller (beide SV Halle) gelten als unverzichtbare Anschieber im Bobteam Francesco Friedrich. Erstgenannter brachte Friedrich sowohl im Zweier-, als auch im Viererbob so zügig auf die Bahn, dass es für Doppel-Gold reichte. Margis ist somit nach dem wiederholten Doppeltriumph vierfacher Olympiasieger und durfte voller Stolz in Peking die deutsche Fahne zur Abschlusszeremonie ins Stadion tragen. Für den früheren Diskuswerfer Alexander Schüller war die Teilnahme an der Olympiade eine Premiere. Zum ersten Mal konnte er das olympische Flair genießen und mit Gold im Vierer-Bob krönen. Beide trainieren am Leistungszentrum „Leichtathletik/Bob“ in Halle unter Trainer-Ikone Wolfgang Kühne, welcher für seine Tätigkeit ebenfalls würdig ausgezeichnet wurde.

 

Ebenfalls gewürdigt wurde die Leistung von Rennrodler Toni Eggert vom BRC 1924 Ilsenburg, welcher der Veranstaltung leider nicht beiwohnen konnte. Nach Platz drei bei den Olympischen Spielen 2018, erreichte Eggert 2022 den Silberrang im Doppelsitzer gemeinsam mit seinem Partner Sascha Benecken.

 

In den vergangenen drei Jahrzehnten haben Sachsen-Anhalts Sportlerinnen und Sportler insgesamt 66 Medaillen bei Olympischen Spielen und Paralympics im Sommer wie Winter für das Bundesland errungen. Ohne die beständige Arbeit des OSP direkt an den Athletinnen und Athleten wären diese Erfolge nicht möglich gewesen. Dies reicht über die Organisation von Trainingslagern, das Bereitstellen von modernen Sportgeräten und Trainingsstätten, der Leistungsdiagnostik, der sportmedizinischen, physiotherapeutischen und psychologischen Betreuung, der Akquise von Sponsoren und Förderern bis hin zur Unterstützung bei der Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen für die Sportlerinnen und Sportler. „Der OSP schaffte in der Vergangenheit, Gegenwart und ich bin sicher auch in der Zukunft die Rahmenbedingungen dafür, dass sich Athletinnen und Athleten ungestört auf ihre Wettkämpfe vorbereiten können“, sagt Silke Renk-Lange. „Bereits mir wurde zu meiner aktiven Zeit stets der Rücken freigehalten und ich konnte mich auf das Wesentliche konzentrieren. Das wünsche ich auch allen aktuellen und zukünftigen Leistungssporttreibenden in unserem Bundesland und freue mich auf viele weitere internationale Spitzenleistungen“, so die LSB-Präsidentin.

 

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