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Breitensport

Erfolgreiches Tourfinale bei goldenem Herbstwetter in Wittenberg

| DOSB/Wirkhaus

Die Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) verabschiedet sich für 2022 mit einem super Finale am 23. September in der Lutherstadt Wittenberg. Goldenes Herbstwetter, ein tolles Stadion direkt an den Elbauen und überall fröhliche Gesichter – schöner hätte sich niemand den Abschluss der Sportabzeichen-Tour 2022 ausmalen können. Mit Wittenberg war unser Bundesland Sachsen-Anhalt wie schon beim Start der Tour im Mai in Merseburg ein würdiger Gastgeber.

Am Vormittag sorgten rund 600 Kinder und Jugendliche im Arthur-Lambert-Stadion dafür, dass es den Sportabzeichen-Prüfer*innen nicht langweilig wurde. Acht Schulen hatten sich für den inklusiven Tourstopp angemeldet, unter ihnen auch die Förderschule Sonnenschein, die mit 42 Kindern mit Behinderung gekommen war. 60 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Lucas-Cranach-Gymnasiums Wittenberg halfen als Sportabzeichen-Prüfer*innen mit, sodass niemand bei den einzelnen Stationen lange warten musste.

Das Motto für den Tag gab Sachsen-Anhalts Innenministerin Dr. Tamara Zieschang vor: „Bleibt gesund und treibt Sport!" sagte sie bei der offiziellen Eröffnung und wünschte allen einen guten Tag. Auch Christian Tylsch, Landrat des Landkreises Wittenberg und Schirmherr der Veranstaltung, wies darauf hin, wie wichtig Sport und Bewegung gerade für Kinder sind: „Ihr könnt stolz sein, wenn ihr heute das Deutsche Sportabzeichen schafft, weil es eine tolle Auszeichnung ist und ihr so Vorbilder für eure Freunde und Mitschüler seid." Katharina Louzek, Präsidentin des Kreissportbundes Wittenberg, unterstrich das Gemeinschaftserlebnis beim Sport: „Egal ob Gold, Silber oder Bronze – habt viel Spaß an der Bewegung und mit euren Freundinnen und Freunden hier beim Tourstopp!" Für den LSB Sachsen-Anhalt bedankte sich die Vizepräsidentin Breitensportentwicklung, Dr. Petra Tzschoppe, beim Organisationsteam aus KSB, LSB und DOSB für die rundum gelungene Veranstaltung. Außerdem hob sie das sportliche Engagement der Schulen hervor: Neun von zehn Deutschen Sportabzeichen in Sachsen-Anhalt werden von Kindern und Jugendlichen abgelegt.

„Wir sind in Sachsen-Anhalt sehr stolz, dass heute hier in Wittenberg das Finale der Bundestour zum Sportabzeichen stattfindet, nachdem wir in Merseburg bereits den Startschuss zur diesjährigen Tour gegeben haben. Nach zwei Jahren der Pandemie werden diese beiden Großveranstaltungen 2022 dem Thema Sportabzeichen in Sachsen-Anhalt einen neuen Schub geben. Es ist pure Freude zu erleben, mit welcher Begeisterung sich hunderte Schülerinnen und Schüler und Erwachsene den Anforderungen für den Fitnessorden stellen. Dank des großartigen Engagements unserer Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Schulen ist und bleibt unser Bundesland eine Sportabzeichen-Hochburg in Deutschland“, so Dr. Petra Tzschoppe.

 

Mit Promi-Tipps zur Bestmarke

Genau wie die Schüler*innen zog es Dr. Petra Tzschoppe nach der offiziellen Eröffnung zum Laufen, Springen und Werfen. Sie konnte sich am Mittag nach allen erfolgreich abgelegten Disziplinen über das Deutsche Sportabzeichen in Gold freuen. Für die drei prominenten Sportler*innen, die mit der Sportabzeichen-Tour in die Lutherstadt Wittenberg gekommen waren, gab es alle Hände voll zu tun. Sie unterstützten die Kinder und Jugendlichen bei den verschiedenen Sportabzeichen-Disziplinen, unterschrieben stapelweise Autogrammkarten und traten bei zwei Promi-Wettkämpfen an.

Kunstturnerin Elisabeth Seitz ist dieses Jahr zum ersten Mal als Sportabzeichen-Botschafterin für die Sparkassen-Finanzgruppe dabei. Die Olympiasiegerin und Weltmeisterin im Ringen, Aline Rotter-Focken, feierte 2022 ihren Einstand als Sportabzeichen-Botschafterin für Ernsting's family. Der Leichtathletik-Experte und Silbermedaillengewinner im Zehnkampf von Atlanta 1996, Frank Busemann, begleitet die Sportabzeichen-Tour schon seit über zehn Jahren als Sportabzeichen-Botschafter von kinder Joy of Moving, CSR-Initiative von Ferrero. Alle drei Unternehmen bilden gemeinsam mit der Krankenkasse BKK24 die Nationalen Förderer des Deutschen Sportabzeichens.

Im Seilspringen über das Fünf-Meter-Seil kam das Team aus den drei Sportabzeichen-Botschafter*innen mit 43 gelungenen Sprüngen auf den ersten Platz. Knapp dahinter landeten die Ehrengäste mit Axel Clauß (Bürgermeister von Coswig und Mitglied im KSB), Torsten Kunke (LSB) und KSB-Präsidentin Katharina Louzek mit 31 Durchschlägen, dicht gefolgt vom Schüler*innen-Team mit Rebecca, Benjamin und Maja mit 26 Sprüngen, die sich als “Sieger der Herzen” fühlen durften.

Beim anschließenden Gummistiefel-Weitwurf stellte der in dieser Disziplin bislang ungeschlagene Frank Busemann sogar einen neuen Rekord auf: Er warf 33,40 m. Auf Platz zwei schaffte es der Geschäftsführer des KSB Wittenberg, Daniel Gehrt, vor Innenministerin Dr. Tamara Zieschang und dem Coswiger Bürgermeister Axel Clauß, die mit je 17,40 m gemeinsam auf dem dritten Platz landeten.

Im Interview mit TV- und Radiomoderator Andree Pfitzner, der für den DOSB durch den Tag führte, sagte Aline Rotter-Focken zum Wettbewerb: „Ich habe gedacht, dass das Werfen mit Gummistiefeln auch nicht schwerer sein kann als das Werfen mit Menschen, das ich als Ringerin kenne. Aber ich habe mich getäuscht. Es ist viel schwieriger!"

 

Schlussspurt mit einem lachenden und einem weinenden Auge

Von 14 bis 18 Uhr konnten dann alle, die Lust hatten, im Arthur-Lambert-Stadion und im Hallenbad Piesteritz ihre Sportabzeichen-Prüfungen ablegen. Dabei gab es im Laufe des Nachmittags zwei Rekordversuche zum schnellsten Deutschen Sportabzeichen.

Bei den Männern gelang Jascha Timm mit 10 Minuten 2 Sekunden ganz knapp ein neuer Rekord – er übertraf Rhys Bishop vom SC Ostheim, der am 22. Juli beim Tourstopp in Mellrichstadt die bisherige Bestzeit von 10 Minuten und 16 Sekunden aufgestellt hatte. Bei den Frauen schaffte Theresa Anders das Deutsche Sportabzeichen in der Zeit 15 Minuten 34 Sekunden und gab damit die erste weibliche Rekordmarke in der Geschichte des Deutschen Sportabzeichens vor – somit bleiben beide Rekorde über die Winterpause der Sportabzeichen-Tour in Wittenberg.

 

Nach dem schönsten Erlebnis bei der Sportabzeichen-Tour gefragt, waren sich in Wittenberg alle drei Sportabzeichen-Botschafter*innen einig: Es war wirklich überall schön! Vor allem, weil nach zwei Corona-Jahren endlich wieder alle zehn Tourstopps über die Bühne gehen konnten. „Die Tour an sich war das Highlight, weil wir wieder ganz viele Kinder glücklich gemacht haben!", sagte Frank Busemann zum Abschluss der Sportabzeichen-Tour 2022 und sprach damit auch Aline Rotter-Focken und Elisabeth Seitz aus dem Herzen. Alle freuen sich schon jetzt auf neue gemeinsame Abenteuer – im nächsten Sommer bei der Sportabzeichen-Tour 2023!

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