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Leistungssport

Fünftes Edelmetall und Uralt-Rekord für Florian Wellbrock in Budapest

| Tobias Czäczine

Aller guten Dinge sind Fünf. Bei der Schwimm-Weltmeisterschaft in der ungarischen Hauptstadt holte Florian Wellbrock vom SC Magdeburg in einem spannenden Foto-Finish über zehn Kilometer im Freiwasser die Bronzemedaille. Für den 24jährigen war es die insgesamt fünfte Medaille beim fünften Start im Rahmen der Wettkämpfe in Budapest.

In 1:51:11,20 Stunden schlug der gebürtige Bremer als Dritter an, musste aber nach dem Rennen noch kurz zittern, ehe das Zielfoto die Platzierung knapp vor dem Franzosen Marc-Antoine Olivier (1:51:11,50 Stunden) bestätigte. Gold und Silber holten sich die beiden Italiener Gregori Paltrinieri und Domenico Acerenza.

 

Bei hohen Temperaturen hatte sich Wellbrock von Beginn an an die Spitze des Feldes gesetzt und gab das Tempo vor. Doch die lange Führungsarbeit wurde nicht belohnt. In der letzten von sechs Runden im 28 Grad warmen Lupa-See zogen die Gegner das Tempo an, bevor sie der 24jährige auf die letzten 500 Meter ziehen lassen musste.

„Mein Gefühl ist ziemlich zwiegespalten gerade“, sagte Wellbrock nach dem Rennen gegenüber dem Deutschen Schwimmverband. „Es ist der zweite Titel, den ich nicht verteidigen konnte, aber dennoch bin ich mit der Bronzemedaille sehr happy. Ich habe gestern schon gemerkt, dass es wirklich schwer ist, nach dieser Dauerbelastung zu regenerieren. Deswegen bin ich mit Bronze eigentlich mehr als zufrieden. Ich kann erhobenen Hauptes zur Siegerehrung gehen“, so der Schwimmer vom SC Magdeburg nach dem Rennen.

 

Zuvor hatte Florian Wellbrock bereits innerhalb von drei Tagen über fünf Kilometer und mit der Staffel im Freiwasser Gold sowie über 1.500 Meter im Becken Bronze aus dem Wasser gefischt. Zudem errang er über 800 Meter Freistil die Silbermedaille. Eine derartig vergleichbare Leistung bei Weltmeisterschaften konnte bis dahin als einziger deutscher Starter nur Michael Groß 1982 vorweisen. Wellbrock gegenüber dem DSV dazu: „Es ist eine Riesenehre, keine Frage. Es ist das wofür man am Ende das ganze Jahr arbeitet, um dann beim Top-Event oben stehen zu können. Und wenn man das dann auf fünf Strecken fünfmal schafft, dann ist das schon etwas sehr Besonderes.“

 

Das Freiwasser-Team des DSV um Bundestrainer Bernd Berkhahn (SC Magdeburg) erreicht mit zwei Gold-, zwei Silber- und einer Bronzemedaille die beste WM-Bilanz seit 2013. Sportartenübergreifend war es insgesamt bereits die zehnte deutsche Medaille bei diesen Weltmeisterschaften, welche am Sonntag endet.

 

Aus sachsen-anhaltinischer Sicht liest sich die aktuelle Bilanz wie folgt:

Florian Wellbrock:

  • Gold - 5000m Freiwasserschwimmen
  • Gold - 4x1,5km Staffel Freiwasserschwimmen
  • Silber - 800m Freistil
  • Bronze - 10.000m Freiwasserschwimmen
  • Bronze - 1.500m Freistil

 

Lukas Märtens:

  • Silber - 400m Freistil

 

Timo Barthel:

  • Bronze - Synchronspringen vom 3m-Brett
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