Zum Hauptinhalt springen
Sportstrukturen

LSB-Hauptausschuss: Vier Beschlüsse mehrheitlich bestätigt

| Frank Löper

Am 6. Juli 2022 führt der LSB Sachsen-Anhalt seinen turnusgemäßen Hauptausschuss in digitaler Form als Online-Videokonferenz durch. Die digitale Durchführung hatte das LSB-Präsidium in seiner Sitzung am 31. Mai 2022 beschlossen. Nach der digitalen Vorstellung der vier relevanten Beschlüsse wurde eine Frist zur Rückmeldung der

Abstimmung bis zum 18. Juli 2022 festgelegt. Nach Ablauf dieser Frist wurde die Stimmabgaben ausgezählt. Das Wichtigste vorab: alle vier Beschlüsse erhielten die notwenigen Mehrheiten und gelten damit als bestätigt.

Hier die Beschlüsse im Einzelnen:

 

Beschluss Nr. 1: Haushaltsplan 2022 des LSB Sachsen-Anhalt e.V.

Der LSB-Haushaltsplan 2022 mit einem Gesamtvolumen von ca. 35,6 Millionen wurde von den Mitgliedern des Hauptausschusses einstimmig bestätigt.

 

Beschluss Nr. 2: Haushaltsplan 2023 des LSB Sachsen-Anhalt e.V.

Der LSB-Haushaltsplanansatz für das Jahr 2023 mit einem Gesamtetat von ca. 30,2 Millionen Euro wurde mit deutlicher Stimmenmehrheit bestätigt. Der LSB-Etat für 2023 fällt zum Vorjahr geringer aus, da der Haushalt 2022 zusätzlich die Corona-Hilfen für Sportvereine in Höhe von 4,4 Millionen Euro beinhaltet.

 

Beschluss Nr. 3: Leistungssportkonzept des LSB Sachsen-Anhalt e.V. im olympischen und paralympischen Sport in Sachsen-Anhalt (01.08.2022-31.07.2025)

Das aktuell gültige Leistungssportkonzept des LSB Sachsen-Anhalt e.V. endet am 31.07.2022. Mit der Fortschreibung wird an der Schwerpunktlegung von vier Sportarten der Kategorie I, vier Sportarten der Kategorie II, zwölf Fördersportarten sowie der Sonderstellung des BSSA festgehalten. Drei der wesentlichsten Änderungen im Überblick: Angelehnt an das Stützpunktkonzept des DOSB erfolgte eine Rollenklärung und Präzisierung der Aufgaben der Netzwerk-und Verbundpartner*innen im Leistungssport. Die Kriterien zur Berufung der Landesleistungsstützpunkte (LSTP) und Landesleistungszentren (LLZ) wurden überarbeitet und angepasst. Zudem wurden die Kriterien zur Verteilung der Plan- und Projektstellen des Trainer*innenpools in das neue Leistungssportkonzept mit aufgenommen. Aufgrund der Verschiebung der olympischen und paralympischen Spiele in Tokio um ein Jahr, beträgt die Laufzeit des neuen Konzeptes demzufolge nur drei Jahre.

 

Das neue Leistungssportkonzept wurde mit deutlicher Stimmenmehrheit bestätigt.

 

Beschluss Nr. 4: Gründung einer gGmbH für die Betreibung der Schierker Baude

Die Schierker Baude ist die Jugendbildungsstätte der Sportjugend im LSB Sachsen-Anhalt. Sie ist neben der Landessportschule Osterburg eine zentrale Bildungseinrichtung des LSB. Vorrangig dient sie als Veranstaltungsort der Bildungsangebote der Sportjugend, wird aber ebenso durch andere Gruppen inner- und außerhalb des Sportes genutzt. Eigentümer der Schierker Baude ist der LSB Sachsen-Anhalt. Der Verein „Bildungs- und Freizeitstätte der Sportjugend im LSB Sachsen-Anhalt“ betreibt die Schierker Baude im Auftrag des LSB. Der ehrenamtliche Vorstand führt den Verein. Pachtvertrag und Kooperationsvereinbarung zwischen Verein BFS und dem LSB Sachsen-Anhalt regeln die Zusammenarbeit.

Zum 01.01.2023 soll nun die Betreibung der Schierker Baude durch eine zu gründende gGmbH erfolgen. Ein Wechsel der Betreiberform bietet neben den steuerlichen Vorteilen, die bereits für den gemeinnützigen Verein gelten, professionellere Strukturen und schnellere Entscheidungswege, eine engere Anbindung des LSB-Vorstands an die Geschäftsführung und die Chance einer zentraleren Steuerung analog der Landessportschule Osterburg sowie eine Entlastung des Ehrenamts.

Die Führung eines Betriebes mit einem jährlichen Haushaltsvolumen von ca. 1 Million Euro durch ein ehrenamtliches Gremium ist nicht mehr zeitgemäß.

 

Dem Beschlussvorschlag wurde mit deutlicher Stimmenmehrheit zugestimmt.

 

Zurück

Beitrag teilen