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Leistungssport

Medaillenregen bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest

| Tobias Czäczine

Was für ein Wochenende für Sachsen-Anhalts Wassersportler bei den Weltmeisterschaften in Budapest! Zum Abschluss der Beckenwettbewerbe holt Florian Wellbrock am Samstag über 1.500m-Freistil die Bronzemedaille. In einem hochklassigen Finale, in welchem der Italiener Gregorio Paltrinieri mit einem neuen Europa- und Meisterschaftsrekord von 14:32,80 Minuten Gold gewann, belegte das Freistil-Ass vom SC Magdeburg mit rund vier Sekunden Rückstand den dritten Platz. Silber holte sich der Amerikaner Bobby Finke in 14:36,70 Minuten. Auf einem hervorragenden vierten Platz landete zudem Wellbrocks Teamkollege Lukas Märtens. Beide trainieren unter Bundestrainer Bernd Berkhahn in der Landeshauptstadt.

„Ich habe nicht den Titel verloren, ich habe Bronze gewonnen“, so Wellbrock gegenüber dem Deutschen Schwimmverband. „Dass ich jetzt das letzte Mal die 1500 Meter gewonnen habe, ist auch schon drei Jahre her, das darf man nicht vergessen. Trotzdem ist es bei einer Weltmeisterschaft – gerade bei dem Feld – nie eine Selbstverständlichkeit, aufs Podium zu kommen“, so der gebürtige Bremer.

 

Auch Lukas Märtens war mit seiner Leistung bei den Weltmeisterschaften in Budapest sehr zufrieden: „Drei Finals, eine Medaille, das hätte ich so nicht erwartet. Dass es so gut läuft, hätte ich nicht gedacht“, wird der 20jährige auf der DSV-Homepage zitiert.

 

Am folgenden Sonntag macht Florian Wellbrock seinen Medaillensatz komplett. In der Staffel über 4x1,5km schlug Schlussschwimmer Wellbrock als Erster an, nachdem er auf Position vier übernommen hatte. Nach 1:04:40,5 Stunden kam das deutsche Quartett vor Ungarn (1:04:43,0) und Italien (1:04:43,0) ins Ziel. Gemeinsam mit Lea Boy, Leonie Beck (beide SV Würzburg 05) und Oliver Klemet (SG Frankfurt) konnte nach einem dramatischen Rennen Gold bejubelt werden.

 

„Wir sind sehr, sehr zufrieden damit. Wir wussten, dass wir sehr gut aufgestellt sind. Aber nichtsdestotrotz, mit einer Medaille – vor allem einer goldenen – konnte man im Vorhinein nicht rechnen. Dafür sind Ungarn, Italien und Frankreich zu stark. Aber wir haben einen super Job gemacht“, sagt Wellbrock, der auf den letzten Metern den Turbo zündete und das Team zu Gold führte, gegenüber dem DSV.

 

Einen erstaunlich guten Start in die Wettbewerbe des Wasserspringens erwischte der Hallenser Timo Barthel. Gemeinsam mit seinem Berliner Partner Lars Rüdiger sprang Barthel im Synchronspringen vom 3m-Brett zu Bronze. Das neu formierte Duo konnte in seinem ersten internationalen Wettkampf gleich aufs Treppchen springen. „Für mich ist ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagte Barthel.

 

Das Duo hat erst vor einem halben Jahr angefangen, zusammen zu trainieren und konnte sich erst gut 14 Tage vor der WM so richtig finden und intensiv abstimmen. Für Barthel geht die Weltmeisterschaft noch weiter: „Für mich kommen noch ein paar Disziplinen, Turm-Synchronspringen, das Team-Event, der Wettbewerb vom 1m-Brett und zum Schluss das Turm-Einzel. Ich habe noch eine wilde Fahrt vor mir“, sagt Barthel nach dem famosen Auftakt.

 

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