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Leistungssport

Paralympics in Peking leider ohne Andrea Eskau

| Annette Lippstreu (DBS/BSSA)

(DBS/BSSA, 28.01.2022) Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) gab heute, 35 Tage vor der Eröffnungsfeier, die Namen der 18 Athlet*innen und sechs Guides bekannt, die in vier Sportarten für den DBS bei den XIII. Paralympischen Winterspiele in Peking starten werden. Andrea Eskau (USC Magdeburg), sechsfache Medaillengewinnerin der Paralympics in PyeongChang 2018, muss ihre Teilnahme schweren Herzens aufgrund anhaltender körperlicher Probleme absagen.

„Leider kann ich aus gesundheitlichen Gründen nicht bei den Paralympics am Start sein. Das ist natürlich schade, aber auch kein Weltuntergang. Ich bin einfach nicht in der körperlichen Verfassung, um auf höchstem Niveau im sportlichen Wettkampf anzutreten. Dem Team wünsche ich alles Gute und maximale Erfolge bei sicherlich schwierigen Bedingungen. Ich werde die Spiele verfolgen und die Daumen drücken“, sagt die Fahnenträgerin der Spiele in PyeongChang.

Eskau richtet ihr Training nun auf die hochrangigen Sommerwettkämpfe mit dem Handbike im Para Radsport mit Weltcup-Rennen, der EM im Mai in Österreich und der WM im September in Kanada aus.

Zum 18-köpfigen Aufgebot (neun Athletinnen und neun Athleten) des DBS kommen fünf Guides in der Sportart Para Ski nordisch hinzu sowie eine Begleitläuferin im Para Ski alpin. Damit ist die Mannschaft etwas kleiner als in PyeongChang 2018 (20) und etwas größer als in Sotschi 2014 (13). Begleitet werden die Athletinnen und Athleten von zahlreichen Personen aus dem Funktionsteam, darunter Trainer*innen, Ärzt*innen und Betreuer*innen, so dass die deutsche Paralympics-Delegation insgesamt aus 63 Personen bestehen wird. Erwartet werden bei den Spielen in Peking 736 Sportlerinnen und Sportler aus rund 50 Nationen, die in sechs Sportarten und 78 Entscheidungen um Medaillen und Bestleistungen kämpfen. Die deutschen Farben werden in den Sportarten Para Ski alpin, Para Biathlon und Para Langlauf vertreten sein sowie nach 2014 zum zweiten Mal auch im Para Snowboard.

Dr. Karl Quade, der bereits zum 14. Mal als Chef de Mission des deutschen Teams zu den Spielen reist, blickt gespannt auf die Spiele in Peking, die vielfältige Herausforderungen mit sich bringen. „Von der Größe her haben wir ein ähnliches Team wie zuletzt in PyeongChang oder Sotschi. Schade ist, dass wir in erster Linie aufgrund von Verletzungen und Erkrankungen nicht alle möglichen Startplätze ausschöpfen konnten. Gerade bei Winterspielen hing der sportliche Erfolg häufiger von den Ausnahmeleistungen Einzelner ab. Wir hoffen, dass die Athletinnen und Athleten unter den gegebenen Umständen und Komplikationen ihre Leistungen abrufen können, von einer Corona-Infektion verschont bleiben und gesund nach Hause kommen. Das ist für uns das Wichtigste“, betont Quade. Erfreulich sei, dass viele junge Sportlerinnen und Sportler mit nach Peking reisen und ihr Debüt erleben. „Sie sollen wichtige Erfahrungen für die Zukunft mitnehmen und ohne Druck zeigen, was sie können“, sagt Quade.

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