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Sportstrukturen

Sportförderung und Kommunikation waren die Schwerpunkte

| Frank Löper

Am 2. und 3. September 2022 fand traditionell an der Landessportschule Sachsen-Anhalt in Osterburg die Tagung der Präsident*innen und Vorsitzenden der Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Landesfachverbände des LSB Sachsen-Anhalt statt. Im Bericht zur Lage gingen LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange und weitere Präsidiumsmitglieder und Vorstände auf die aktuellen Themen der Geschäftsbereiche ein und setzten mit der internen Kommunikation ein Schwerpunktthema. Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, gab den anwesenden Vertreter*innen des organisierten Sports zudem einen Überblick zu aktuellen Entwicklungen im Land Sachsen-Anhalt mit Auswirkung auf den Sport im Bundesland.

Im Bericht zur aktuellen Lage spielten die Themen Gesundheitssport mit der aktuell stattfindenden Herzwoche in Sachsen-Anhalt, der Kinder- und Jugendsport mit der Ankündigung der Landesjugendspiele am 3. und 4. Juni 2023 in Magdeburg, der Breitensport mit den Sport- und Bewegungscamps im Rahmen des Förderprogramms „Aufholen nach Corona“ und das Konzept „Verein des Monats“ zur Wertschätzung und Inspiration für gute Vereinsarbeit eine Rolle. Der LSB-Bildungsbereich kündigte das Bildungsforum 2022 am 24. September 2022 an und gab eine Vorschau auf die Events „Akademie Vereinsentwicklung“ im Mai 2023 und die „6. Gesundheitssport-Akademie“ im September 2023. Die Fortschreibung des Leistungssportkonzeptes 2023-2025, das laufende Berufungsverfahren für die Landesleistungsstützpunkte 2023/2024 und eine bevorstehende große Fortbildung für Pooltrainer*innen wurden vom Bereich Leistungssport in Osterburg thematisiert. Im Sportstättenbau wurde ein Vorschlag für eine Zeitschiene zum Antrags- und Bewilligungsverfahren vorgestellt, für den Fall, dass der LSB selbst Bewilligungsbehörde würde. Die Landessportschule informierte über einen guten Auslastungs- und Buchungsstand 2022 nach den zwei schweren Pandemiejahren und über die aktuelle Situation zum Schwimmbad am Fuchsbau.

 

Beispielhaft für die kontinuierlich angestiegenen Sportfördermittel des Landes gab Staatssekretär Klaus Zimmermann einen Überblick über die Sportstättenförderung des Landes. Während von 2011 bis 2015 rund 13,2 Mio. Euro für 279 Projekte zur Verfügung standen, konnte das Land 2016 bis 2021 rund 52,6 Mio. Euro für 406 Projekte bewilligen. Für 2022 fördert das Land den Sportstättenbau mit rund 15,6 Mio. Euro, davon rund 7 Mio. Euro für Vorhaben, die in den Vorjahren bewilligt wurden und rund 8,6 Mio. Euro für neue Vorhaben. Insgesamt sind im Jahr 2022 92 Maßnahmen für eine Förderung vorgesehen. Fazit: In den vergangenen Jahren konnte die Sportstättenförderung in Sachsen-Anhalt erheblich gestärkt werden.

Zur Unterstützung der Sportvereine und -verbände bei der Überwindung der Folgen der Corona-Pandemie hat das Land Sachsen-Anhalt nach der Richtlinie über Corona-Hilfen für den Sport in Höhe von 1,0 Mio. Euro im Jahr 2020, die über eine Antragsverfahren liefen, unbürokratische die Corona-Pauschale 2021 und das Programm „Neustart Sport - Sachsen Anhalt in Bewegung“ des Jahres 2022 (Volumen jeweils 4,4 Mio. Euro) aufgelegt. Das Land Sachsen-Anhalt hat somit den Sport in der schweren Zeit der Pandemie mit 9,8 Mio. Euro unterstützt, die zusätzlich zur normalen Pauschalförderung des Landes (aktuell 8,36 Mio. Euro) flossen.

In Bezug auf die Verbesserung der Infrastruktur im Leistungssport des Landes erwähnte Staatssekretär Klaus Zimmermann den bereits realisierten Neubau einer Bobanschubstrecke beim Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalt in Magdeburg, die geplanten Baumaßnahmen an der Laufhalle in der Robert-Koch-Straße in Halle (2023) und am Sportboden der Brandbergehalle in Halle (2024). Für die Jahre 2024 bis 2026 sind Fördermittel für den Neubau einer Schwimmhalle am Leistungssportstandort Magdeburg und die Fertigstellung eines Kompetenzzentrums am OSP-Standort in Magdeburg eingeplant.

„Die zu erwartenden Auswirkungen der aktuellen Energiekrise bedürfen eines engen Zusammenwirkens von Bund, Ländern, Kommunen und organisiertem Sport“, sagte Staatssekretär Zimmermann in Osterburg. Deshalb hat die Sportministerkonferenz (SMK) am 16. August 2022 folgenden Beschluss zur Unterstützung für den organisierten Sport bei der Bewältigung der Energiekrise gefasst: „Die SMK appelliert an den Bund, bei der Schaffung von Hilfen, die von Energiekostensteigerungen besonders betroffene Unternehmen oder Privatverbraucher entlasten sollen, die Betreiber von Sportstätten, dabei insbesondere die gemeinnützigen Vereine sowie die Kommunen, zu berücksichtigen.“

Diese positiven Entwicklungen in der Sportförderung in Sachsen-Anhalt sind das Ergebnis der engen und kooperativen Zusammenarbeit zwischen der Landesregierung und dem Landessportbund. „Die Landesregierung stehe auch künftig fest an der Seite der Sportvereine und -verbände“ betonte Klaus Zimmermann abschließend. LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange, die dem Staatssekretär für seine Teilnahme an der Tagung in Osterburg dankte, sieht in dem Erreichten ein neues Level der Unterstützung für den zumeist ehrenamtlichen Vereinssport in Sachsen-Anhalt. „Wir sind Partner der Politik auf Augenhöhe und jeder bringt seine Kompetenzen für die Sache des Sports ein!“, sagte sie in Osterburg. Die ehrenamtlichen Präsident*innen der Mitgliedsorganisationen empfanden die sachliche und konstruktive Form der direkten Kommunikation mit Staatssekretär Zimmermann als sehr zielführend, um Lösungsansätze für die Probleme des Sports an der Basis zu finden.

 

Ein weiteres Schwerpunktthema bei der Tagung in Osterburg war die Weiterentwicklung der internen Kommunikation und Beteiligungsformate zwischen dem LSB und seinen Mitgliedsorganisationen. Die mit Beginn der Corona-Pandemie eingeführte digitale Kommunikationsstrategie mit einer wöchentlichen Info-Mail und themenspezifischen Landingpages für aktuelle Themen und Events wurde von den Präsidentinnen und Präsidenten der Mitgliedsorganisationen als sehr aktuell und hilfreich für ihre Tätigkeit eingeschätzt. Sie soll unbedingt in dieser Form fortgesetzt werden, lautetet das positives Feedback der ehrenamtlich Verantwortlichen.

Die pandemiebedingte Verlagerung von Veranstaltungsformaten in den digitalen Raum sparte den ehrenamtlichen Führungskräften viel Zeit und Fahrtkosten. Zukünftig, auch in Vorbereitung auf den 9. Ordentlichen Landessporttag im November 2022, soll es einen guten Mix aus Präsenz- und Online-Tagungen geben. Zum Vorbereitungsstand des bevorstehenden höchsten Gremiums des Sports in Sachsen-Anhalt wurden die Terminfolge und die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zur Kenntnis gegeben

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