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Leistungssport

World Games 2022: Erstes Gold für Sachsen-Anhalt!

| Frank Löper/Holger Friedrich

Seit dem 7. Juli laufen in Birmingham (USA) die Wettbewerbe der World Games 2022. Bei den „Olympischen Spielen der nichtolympischen Sportarten“ werden sich bis zum 17. Juli insgesamt 254 deutsche Athletinnen und Athleten mit mehr als 3.600 Sportlerinnen und Sportlern aus über 100 Nationen in zahlreichen, spannenden Wettkämpfen messen. Am dritten Tag der Wettbewerbe gab es im Rettungsschwimmen die erste Medaille für Sachsen-Anhalt. Undine Lauerwald von der DLRG Halle-Saalekreis konnte in der Disziplin 100 m Retten mit Flossen die Goldmedaille gewinnen. Herzlichen Glückwunsch!

3 x Gold und 2 x Bronze für die DLRG-Sportler*innen

An den ersten beiden World Games-Tagen schauten die deutschen DLRG-Sportler*innen noch bei den Flossenschwimmern zu, feuerten sie an und feierten die ersten Medaillen für Deutschland. Am dritten Tag griffen sie dann selbst in den Kampf um die Medaillen ein. Und wie! Gleich im ersten Rennen überraschte Nina Holt aus Erkelenz die Konkurrenz und wohl auch ihr eigenes Team. Denn sie schwamm drei Sekunden unter Bestzeit und gewann unerwartet Gold im 200 Meter Hindernisrennen. Der Hallenser Fabian Ende konnte zwar seine Bestzeit nicht erreichen, aber erkämpfte sich Platz 6 im Männerfinale. In den Hindernisstaffeln starteten alle vier Sportler der DLRG Halle-Saalekreis, doch wie erwartet konnten sie nicht in den Medaillenkampf eingreifen. Die Frauen schafften immerhin den 5. Platz in deutscher Rekordzeit. Die Männer erreichten einen achtbaren Platz 4. Die Ungarn waren in beiden Hindernisstaffeln nicht zu schlagen.

 

Gold für Undine Lauerwald (DLRG Halle-Saalekreis)

Dann überschlugen sich die Ereignisse. In der Disziplin 100 m Retten mit Flossen hatten sich Nina Holt als Sechste und die Hallenserin Undine Lauerwald als Achte für das Finale qualifiziert. Doch die beiden Frauen wollten mehr. Nach der Hälfte tauchte Undine Lauerwald plötzlich als Erste mit der Puppe auf.

„Ich konnte dann von Bahn 8 aus das ganz Feld sehen und bemerkte, dass ich vorn lag. Da wollte ich mir den Sieg nicht mehr nehmen lassen!", freute sich Lauerwald, nachdem sie auch als Erste anschlug. Mit neuem World Games-Rekord holte sie sich die Goldmedaille. Umso glücklicher war sie, da auch ihre Teamkameradin Holt mit der Bronzemedaille das Siegertreppchen erreichte.

Kurios dann, als die die deutschen Männer ein paar Minuten später es den Damen bei den Platzierungen nachmachten. Jan Malkowski gewann als einer der Mitfavoriten die Flossenstrecke vor dem Italiener Pezzotti und seinem Nationalmannschaftskameraden Tim Brang. Im abschließenden 200 Meter Superlifesaver-Rennen griff dann nochmal ein Hallenser ins Geschehen ein. Joshua Perling versuchte dabei alles, um auf den letzten Metern noch an den vor ihm liegenden Franzosen Lasserre und dem Italiener Gilardi heranzukommen. Letztlich fehlten nur sieben Zehntelsekunden zu Bronze. Wie bereits 2017 erreichte Perling in gleicher Disziplin den 4. Platz.

 

Teammanager Holger Friedrich meinte nach dem erfolgreichen Abschneiden der Deutschen: "Es war ein richtig erfolgreicher Tag. Nun heißt es, kurz regenerieren. Denn am zweiten Tag wollen wir in den verbleibenden acht Entscheidungen wieder um die Medaillen mitschwimmen."

 

Aus Sachsen-Anhalt nehmen insgesamt sechs Sportlerinnen und Sportler an den World Games 2022 in Birmingham (USA) teil. Dabei sind im Rettungsschwimmen Undine Lauerwald, Fabian Ende, Joshua Perling und Fabian Thorwesten von der DLRG Halle-Saalekreis, Ju Jutsu-Kämpfer Jaschar Salmanow von der KSG “Jodan Kamae” Zeitz und Speedskater Nils Bühnemann von Turbine Halle.

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