09.04.2020 - AOK/Frank Löper

AOK Sachsen-Anhalt bietet Stundung der Beiträge an

Die Auswirkungen der Corona-Infektionen bringt Selbstständige und Kleinunternehmer aber auch Sportvereine, die als Arbeitgeber fungieren, zunehmend in Schwierigkeiten. Die AOK Sachsen-Anhalt,, Partner des Sports im Bundesland, bietet daher das Stunden der Sozialversicherungsbeiträge an. Anträge können ab sofort gestellt werden.

Aufträge und Umsätze brechen weg, Lieferketten werden unterbrochen oder für die Beschäftigten muss Kurzarbeit beantragt werden. Doch gleichzeitig müssen Sozialversicherungsbeiträge pünktlich entrichtet werden. „In diesen schweren Zeiten lassen wir die Unternehmer und Selbstständigen nicht allein. Wir wollen ihnen mehr Spielraum bieten und ermöglichen ihnen ab sofort das Stunden der Beiträge“, sagt Anna Mahler, Pressesprecherin der AOK Sachsen-Anhalt.
Die Soforthilfe richtet sich an Unternehmen und auch Sportvereine, denen wegen der Corona-Pandemie eine wirtschaftliche Notlage droht und die ihre Sozialversicherungsbeiträge für den aktuellen Beitragszeitraum nicht innerhalb der normalen Fristen zahlen können. Grundvoraussetzungen für die Stundungen sind, dass die Arbeitgeber (Sportvereine, Sportverbände) erhebliche finanzielle Einbußen durch die Corona-Pandemie haben und dass Kurzarbeitergeld sowie die weiteren durch die Bundes- und Landesregierung zur Verfügung gestellten Hilfen (Kredite, Fördermittel) beantragt wurden.
Das Angebot gilt zunächst für März und April 2020. Die Stundungen werden längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Mai 2020 gewährt. Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht, auch Stundungszinsen, Säumniszuschläge und Mahngebühren werden nicht berechnet. Außerdem verzichtet die AOK Sachsen-Anhalt in dieser Zeit auf Vollstreckungsmaßnahmen.

Regelungen für zukünftige Beiträge
Außerdem hat die AOK Sachsen-Anhalt eine Regelung für die künftige Beitragsfestsetzung für Selbstständige getroffen. „Das soll Unternehmen und Selbstständige finanziell entlasten. Die Versicherten stellen auch dafür einen formlosen Antrag an die AOK. Darin sollten sie konkret begründen, wodurch es zu Einbußen kommt und wie hoch sie den aktuellen Gewinn derzeit einschätzen“, rät Anna Mahler. Die vorübergehende Beitragsfestsetzung kann dann maximal bis zur gesetzlichen Mindeststufe erfolgen. Jeder Einzelfall werde individuell bewertet.

Formlose Anträge können täglich rund um die Uhr über das Servicetelefon 0800 226 57 26 oder formlos per Mail an service@san.aok.de gestellt werden.

 Weitere Informationen für Arbeitgeber und Selbständige sowie für Vereine, die als Arbeitgeber fungieren, gibt es hier: