22.02.2021 - Annette Lippstreu/BSSA

Marie Brämer-Skowronek und Alexander Bartz mit Bestleistungen

Marie Brämer-Skowronek und Alexander Bartz bei ihrem ersten Wettkampf im Jahr 2021.(Foto: Theresa Wagner)
Marie Brämer-Skowronek und Alexander Bartz bei ihrem ersten Wettkampf im Jahr 2021.(Foto: Theresa Wagner)
Am 19. Februar 2021 war es endlich wieder einmal soweit: Wettkampf-Feeling! Nach neun Monaten Corona-Zwangspause fand in Cottbus ein kleiner Vergleichswettkampf von Bundeskadern der Para Leichtathletik statt. Der Wettkampf war vom Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) zur Wertung freigegeben. Für den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Sachsen-Anhalt (BSSA) gingen die Kugelstoßer*innen Marie Brämer-Skowronek und Alexander Bartz (beide SC Magdeburg) an den Start. Beide nutzen ihre Chance.

Noch etwas unsicher, aber nah an der Bestleistung von 7,41 Meter bei der WM in Dubai 2019, zeigte Brämer-Skowronek einen sehr guten Wettkampf mit 7,36 Meter. Trainingspartner Bartz konnte aufgrund des bisher fehlenden Bundeskaderstatus und einer Verletzung kaum in der Halle zusammen mit Marie und Trainerin Theresa Wagner trainieren. „Corona bedingt hat er deshalb vier Wochen vorwiegend draußen trainiert“, erläutert Wagner. Dieser Fleiß wurde belohnt, denn am Ende standen 10,80 Meter für Alex zu Buche. Mit dieser persönlichen Bestleistung liegt er nicht nur fast einen Meter über seiner bisherigen Marke von 9,94 Meter bei der Hallen-DM im vergangenen Februar, sondern erreichte auch die Bundeskadernorm für den Nachwuchskader 1 (10,31 Meter). Diese Norm überbot er gleich mehrfach mit konstanten Stößen über 10,40 Meter.
Die Bundeskadersportler*innen trafen sich einen Tag später in Erfurt zu einem weiteren internen Wettkampf. An diesem Tag sollten eigentlich die Deutschen Meisterschaften in der Halle in Erfurt stattfinden, die Corona bedingt abgesagt wurden. Brämer-Skowronek konnte sich im Vergleich zum Vortag nochmals steigern und pulverisierte mit 7,55 Meter ihre persönliche Bestleistung aus 2019. Trainerin Wagner kommentiert: „Marie wirkte noch etwas müde und träge, umso höher zu bewerten ist ihre neue Bestweite. Wir sind auf einem sehr guten Weg in Richtung Paralympics in Tokio“. Am Mittwoch, 24. Februar, findet gleich der nächste interne Vergleichs-Wettkampf in Cottbus statt bevor es Mitte März in Erfurt weiter geht.