05.03.2021 - Frank Löper

Sachsen-Anhalt-Plan 2021: Was geht für den Sport?

Nachdem Bund und Länder am 3. März in einer Videoschaltkonferenz vorsichtige Lockerungen auch für den Breitensport beschlossen hatten und die Landesregierung Sachsen-Anhalts am 4. März den generellen Weg für den Sachsen-Anhalt-Plan 2021 freigegeben hat, warten alle Sportvereine gespannt auf die Veröffentlichung der 10. Corona-Eindämmungsverordnung des Landes. Diese wird allerdings erst am Wochenende erfolgen.

Sollte die Landesverordnung die Beschlüsse der Bund-Länder-Rund vom 3. März eins zu eins übernehmen, könnten Sportvereine ab 8. März in Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz von unter 100 im Freien das Training in kontaktfreien Sportarten anbieten. Für Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres wäre das in Gruppen von max. 20 Personen (inklusive Betreuer) und für Erwachsene für max. fünf Personen (inklusive Betreuer) möglich. Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 könnten laut dem Beschlusspapier ab dem 8. März sogar wieder bis zu zehn Erwachsene unter freiem Himmel gemeinsam Sport treiben. Alle weiter gehenden Lockerungen aus dem Bund-Länder-Beschluss vom 3. März bedürfen noch der Konkretisierung bezüglich der Gruppengröße und der Altersbereiche im Rahmen der Landesverordnung, die dem LSB Sachsen-Anhalt noch nicht vorliegt.

Generell sind die jüngsten Beschlüsse auf Bundes- und Landesebene aber positiv zu bewerten. LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange sagt: „Wir freuen uns, dass die Stimme des Sports auf Bundesebene (DOSB) und auf Landesebene (LSB) gehört wurde und der Sport bei den Öffnungsschritten explizit berücksichtigt wird.“
„Positiv ist zu werten, dass die Inzidenzwerte für erste Öffnungsschritte auf unter 100 und unter 50 geändert wurden. So sind erste Sportangebote in Kleingruppen für unsere Vereine in realistischer Sichtweite“, so Renk-Lange weiter. Das hatte der LSB Sachsen-Anhalt im Rahmen der Anhörung des Entwurfs des Sachsen-Anhalt-Planes auch so vorgeschlagen. Wichtig wäre auch, dass für erste Öffnungsschritte im Sport die regionalen Unterschiede in den Inzidenzwerten Berücksichtigung finden. So könnten Landkreise und kreisfreie Städte flexibel mit der Öffnung von Sportanlagen reagieren.
„Um die Auswirkungen für den Sport in Sachsen-Anhalt bewerten zu können, müssen wir aber noch die Veröffentlichung der neuen Landesverordnung mit den konkreten Regelungen für den Sport abwarten“, bittet die LSB-Präsidentin die Vereine um Verständnis.