11.05.2021 - Frank Löper

Sara Gambetta stößt in Split Olympianorm

Sara Gambetta (SV Halle) bei den Hallen-EM 2021. (Foto: dpa)
Sara Gambetta (SV Halle) bei den Hallen-EM 2021. (Foto: dpa)
Mit guten Leistungen glänzten Sachsen-Anhalts Leichtathleten bei Wettbewerben am vergangenen Wochenende (8./9. Mai). Herausragend dabei der Sieg von Kugelstoßerin Sara Gambetta vom SV Halle beim Europacup der Werferinnen und Werfer im kroatischen Split. Mit der Siegerweite von 18,86 Metern schaffte sie eine neue persönliche Bestleistung und knackte die Olympianorm deutlich.

Die 28-jährige Athletin, die in Halle von René Sack trainiert wird, übertraf die Olympianorm um ganze 36 Zentimeter und ihre eigene Bestleistung gar um 40 Zentimeter. „Ich bin einfach glücklich, dass ich die Norm erreicht habe. Vor allem weil wir in den letzten Wochen viel an meiner Technik gearbeitet haben“, sagte Sara Gambetta nach dem Wettkampf. In Split waren mit Shanice Craft (SV Halle) und David Wrobel (SC Magdeburg) zwei weitere Sachsen-Anhalter im D
iskuswerfen am Start. Shanice Craft holte Bronze und David Wrobel schrammte mit Platz vier knapp an einem Podestplatz vorbei. Mit ihren erzielten Weiten waren beide sicherlich nicht ganz zufrieden. Shanice Craft blieb mit 62,05 m unter der Olympianorm von 63,50 m, die sie aber im April in Neubrandenburg bereits geknackt hat. David Wrobel (SC Magdeburg) zeigte eine stabile Serie von Würfen, von denen der weiteste bei 62,81 Meter landete. Er ist damit aber noch ein Stück weit von der Olympianorm (66,00 m) entfernt.

Weitere tolle Leistungen gab es bei den Mitteldeutschen Mehrkampfmeisterschaften in Halle. Lucie Kienast vom SV Halle gewann die Frauenkonkurrenz im Siebenkampf und konnte ihren Mitteldeutschen Mehrkampftitel aus 2020 verteidigen. Mit 6.044 Punkten übertraf die Athletin von Trainer Wolfgang Kühne ihre alte persönliche Bestleistung um 35 Punkte. Dabei stellte sie neue Bestleistungen über 100 m Hürden (14,20 sek.) und über 200 m (24,03 sek.) auf. Am zweiten Tag startete sie mit ihrer Paradedisziplin, dem Weitsprung und landete einen riesigen Satz, der erst bei 6,70 m (+2,6) enden wollte. Diese Leistung und die Gesamtpunktzahl können jedoch aufgrund der Summe der zu starken Windunterstützung in den einzelnen Disziplinen nicht als neue Bestleistung gewertet werden. Dennoch waren die gezeigten Leistungen ein Fingerzeig in Richtung U23 EM. Und wer weiß, vielleicht ist für Lucie in diesem Jahr auch noch mehr drin…