30.07.2021 - Frank Löper

Einmal Bronze und zahlreiche Finalplatzierungen

Vor einer Woche wurden im Olympiastadion von Tokio die Spiele der XXXII. Olympiade feierlich eröffnet. Für ein Zwischenfazit ist es noch zu früh. Dennoch blicken wir einmal aus der Sicht Sachsen-Anhalts auf die erste Olympiawoche, die bisher eine Bronzemedaille, einen vierten und zwei sechste Plätze sowie zahlreiche Finalteilnahmen brachte.

Die bisherige Topleistung in Tokio geht auf das Konto von Sarah Köhler über 1.500m Freistil. Die 27-Jährige aus der Trainingsgruppe von Bernd Berkhahn beim SC Magdeburg gewann die Bronzemedaille und schwamm im Vorlauf einen neuen deutschen Rekord. Platz vier über 800 m Freistil von Florian Wellbrock sowie zwei sechste Plätze für Isabel Gose über 400m Freistil und in der 4 x 200 m Freistilstaffel sowie Platz sieben für Lukas Märtens mit der deutschen 4 x 200m Freistilstaffel tragen zur bisher durchaus positiven Bilanz von Sachsen-Anhalts Schwimmer*innen bei.
Aussichtsreiche Starts stehen im Becken noch für Florian Wellbrock (1.500 m Freistil) sowie für Sarah Köhler (800 m Freistil) und bei den Freiwasserwettbewerben für Wellbrock, Finnia Wunram und Rob Muffels an. Zu den Enttäuschten im Schwimmen zählen sicherlich Franziska Hentke, die über 200m Schmetterling als 13. nicht über das Halbfinale hinauskam und Laura Riedemann, die im Vorlauf über 100m Rücken frühzeitig ausschied. Laura wird noch in der 4 x 100m Lagenstaffel für Deutschland an den Start gehen.
Ein positives Zwischenfazit können auch die Turner Lukas Dauser und Nils Dunkel ziehen. Die beiden von Hubert Brylok beim SV Halle auf Olympia vorbereiteten Athleten schafften es mit der deutschen Riege ins olympische Mehrkampffinale und wurde am Ende Achte. Lukas Dauser hat am 3. August sein Einzelfinale am Barren.
Für die deutschen Handballer besteht nach zwei knappen Niederlagen gegen Spanien und Frankreich und einen Sieg gegen Argentinien noch die Chance aufs Weiterkommen ins Viertelfinale. Heute gilt es im Spiel gegen Norwegen und am Sonntag gegen Brasilien. Mit im Team der seit 1. Juli wieder beim SC Magdeburg unter Vertrag stehende Philipp Weber.
Mit seinem Abschneiden nicht zufrieden sein dürfte Ruderer Max Appel vom SC Magdeburg, der es mit dem deutschen Doppelvierer nicht wie erhofft ins Finale geschafft hat. Für das Boot war bereits im Hoffnungslauf Schluss.
Und auch der Beginn der Leichtathletikwettbewerbe endete in der letzten Nacht für Sachsen-Anhalt mit einer Enttäuschung. Für Diskuswerfer David Wrobel reichten 60,38 m in der Qualifikation nicht zum erhofften Einzug in das Finale. Jetzt ruhen die Hoffnungen der Leichtathletikfans hierzulande auf Kugelstoßerin Sara Gambetta vom SV Halle.
Ganz bis zum Schluss der Spiele in Tokio muss sich Wasserspringer Timo Barthel vom SV Halle gedulden. Die olympischen Wettbewerbe im Turmspringen beginnen erst am 6. August.

Eines ist auf jeden Fall sicher: Wir werden auch in der zweiten Olympiawoche allen deutschen Athletinnen und Athleten und insbesondere allen Olympioniken aus Sachsen-Anhalt in Tokio fest die Daumen drücken!