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Leistungssport

Hanna Olschewski aus Sachsen-Anhalt ist mit 15 Jahren Karate - U16-Weltmeisterin

| Karateverband Sachsen – Anhalt e. V.

Bei den 14. World Cadet, Junior & U21 Championships im polnischen Bielsko-Biała vom 14. bis 18. Oktober 2026 kämpfte sich die erst 15-jährige Athletin der im Karateverband Sachsen-Anhalt e. V. verorteten Sport- u. Karateschule Staßfurt e. V. an die Weltspitze.

© C. Olschewski

In der Altersklasse U16 bis 54 Kilogramm weiblich im Kumite (Freikampf) setzte sie sich gegen eine starke internationale Konkurrenz durch und krönte ihre beeindruckende Leistung letztlich mit einem sensationellen Finalsieg gegen die Nummer eins der Weltrangliste aus den USA. Gleichzeitig wurde sie dadurch zur jüngsten Weltmeisterin im einzigen, im DOSB anerkannten Dachverband Deutschlands für Karate, dem Deutschen Karateverband e. V. .

Bis dahin war es ein langer, entbehrungsreicher Weg:

Dem Titel voraus gingen nahezu unzählige nationale und internationale Wettkämpfe sowie intensives Training, welche dem Talent aus Staßfurt viel Disziplin und einiges an Durchhaltevermögen abforderten sowie letztlich die Notwendigkeit, auch unter enormem Druck Leistung abrufen zu können, in entscheidenden Momenten die Ruhe zu bewahren und selbst gegen die stärksten Gegnerinnen an sich zu glauben, ehe es dann soweit war, die Reise zu den Weltmeisterschaften antreten zu können.

Unterstützt und gefördert vom deutschen Bundestrainer Swen Sattler sowie Heim- und Landestrainer Kumite des Karateverbandes Sachsen-Anhalt e. V., Michel Olschewski, ihrem Vater, musste sich die Karateka dort zunächst, als wären die bisherigen Qualifikationskämpfe noch nicht genug gewesen, zunächst bei den am 16.10.2026 ausgetragenen Vorkämpfen beweisen, im Zuge derer Sportlerinnen aus insgesamt 52 Nationen, aufgeteilt in vier Pools gegeneinander antraten. Im Ergebnis dessen musste sie ihren Pool als Siegerin verlassen, um weiterkommen zu können.

Diesen Turnierauftakt - bei einem solchen Wettkampfr oft eine besondere physische, wie psychische Herausforderung – meisterte sie mit Siegen über ihre Gegnerinnen aus Zypern (3:0) und Nordmazedonien (7:1) sowie schließlich im Poolfinale über ihre französische Kontrahentin (1:0). Der Poolsieg war somit perfekt – und der Traum vom Weltmeistertitel lebte weiter.

Im nächsten Schritt musste sie sich gegen die Siegerin eines der anderen Pools durchsetzen – hier wartete eine Gegnerin aus Kroatien auf sie. Auch In diesem Kampf auf höchstem internationalem Niveau, behielt sie die Nerven, kämpfte entschlossen und gewann mit 4:3.

Damit war der Einzug in das Finale um den Weltmeistertitel in ihrer Altes- und Gewichtsklasse offen – und die dahingehende Anspannung für die Sportlerin, ihre mitgereiste Familie und Trainer angesichts des möglichen, bisher größten Erfolges der sportlichen Laufbahn kaum noch zu überbieten.

Das Finale fand darauf am 17. Oktober 2026 an:

Als Gegnerin stand der Sportlerin mit Presley Allen aus den USA keine Geringere als die Nummer eins der Weltrangliste gegenüber. Diese Ausgangslage versprach ein Duell auf absolutem Weltklasseniveau.

Im Zuge dessen geriet die Staßfurterin zunächst mit einem Punkt in Rückstand. Doch anstatt sich davon aus der Ruhe bringen zu lassen, kämpfte sie weiter und glaubte an ihre Chance – obgleich die Kampfzeit zunächst ohne greifbare Ergebnisse bis auf noch 22 verbleibende Sekunden verrann.

Dann wendete Hanna das Blatt auf beeindruckende Weise: Mit Entschlossenheit, Kampfgeist und Nervenstärke setzte sie die entscheidenden Aktionen und machte das scheinbar Unglaubliche wahr: Sie gewann das Finale sensationell mit 4:1.

Der Jubel war verständlicherweise riesig:

Mit gerade einmal 15 Jahren stand sie ganz oben auf dem Siegerpodest und darf sich von nun an Weltmeisterin nennen.

Dieser Weltmeistertitel stellt einen herausragenden Erfolg dar – Hat die Sportlerin damit doch mit ihren gerade einmal 15 Jahren sowohl ihren Heimatverein, die Sport- u. Karateschule Staßfurt e. V., den Karateverband Sachsen-Anhalt e. V., das Land Sachsen-Anhalt sowie Deutschland auf internationaler Bühne eindrucksvoll vertreten und unter Beweis gestellt, dass – gerade in jungen Jahren – Fleiß, Disziplin, Ausdauer und Zähigkeit unter entsprechenden Rahmenbedingungen der Schlüssel zu Erfolgen sein können.

Sie stellt damit ein Vorbild dar, dem nachzueifern Sportler über das Bundesland Sachsen-Anhalt und Deutschland hinaus aufgerufen sind und zeigt, dass es sich lohnt, sich Ziele zu setzen und auf deren Verwirklichung hinzuarbeiten.

Der Landessportbund Sachsen-Anhalt gratuliert zu dieser besonderen Leistung: Weiter so!

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