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Breitensport

Haushaltsausschuss bewilligt Projekte des Schwimmbad-Förderprogramms

| DOSB

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat am Mittwoch, 23. September, die Projekte des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten – Schwimmbäder“ (SKS-Schwimmbäder) ausgewählt. Damit erhalten zahlreiche Kommunen in ganz Deutschland dringend benötigte Unterstützung zur Sanierung und Modernisierung ihrer Frei-, Hallen- und Sportbäder.

© picture alliance / Westend61 | Westend61 / Sebastian Knoth

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und der Deutsche Schwimm-Verband (DSV) begrüßen, dass die Koalition die Mittel aus dem Sondervermögen für den Sport mobilisiert hat, obwohl der Bund nicht primär für die Sportstättenförderung zuständig ist. Gleichzeitig weist der DOSB als Dachverband des Sports darauf hin, dass die aktuellen Mittel bei weitem nicht ausreichen, um den bestehenden Sanierungsstau zu beheben. Für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung der Förderlinie sieht der DOSB weiterhin grundlegenden Handlungsbedarf.

In der Antragsrunde des Programms, die bis Mitte Juni lief, zeigte sich der enorme Bedarf: Fast 1.000 Projektanträge mit einem beantragten Fördervolumen von 3,2 Milliarden Euro wurden eingereicht. 250 Millionen Euro standen zur Verfügung. Das entspricht einer 13-fachen Überzeichnung des Programms. Die enorme Nachfrage macht deutlich, wie groß der Sanierungsbedarf bei kommunalen Schwimmbädern ist. Letztendlich reichten die Mittel nur für 150 Projekte. Leer ausgegangen sind damit rund 800 Projektanträge.

Michaela Röhrbein, Vorständin Sportentwicklung des DOSB: „Schwimmbäder nehmen als Sportstätten in unserer Gesellschaft eine besondere Rolle ein. Sie sind zentrale, soziale Treffpunkte, hier lernen unsere Kinder schwimmen, Senior*innen können sich im Wasser fit halten und etwas für ihre Gesundheit tun und die nächste Generation von begeisterten Schwimmer*innen entdeckt ihre Leidenschaft für den Sport. Es braucht deshalb dringend moderne, einladende Bäder in unserem Land.“

Der Präsident des Deutschen Schwimm-Verbands, David Profit, sagt: „Als Deutscher Schwimm-Verband sind wir sehr dankbar für die Zuteilung der Mittel durch den Haushaltsausschuss. Die Wasserflächen bilden schließlich die notwendige Grundlage für eine Verbesserung der Schwimmfähigkeit in der Bevölkerung, nachdem diese in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen war. Die zigfache Überzeichnung des Programms zeigt aber auch auf, dass eine Fortsetzung in den kommenden Jahren dringend erforderlich ist. Wir wünschen uns dabei, dass diese Infrastrukturmittel gemäß des in der Bäderallianz entwickelten Schwimmbadplans gezielt für Bäder mit Zeiten für Schulen, Schwimmvereine und Schwimmschulen eingesetzt werden.“

Bereits im Frühjahr hatte der Haushaltsausschuss die Projekte im allgemeinen Förderprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS) ausgewählt und die erste Tranche von 333 Millionen Euro verteilt. Hierbei wurden neben Sportplätzen und -hallen auch Schwimmbäder berücksichtigt. Noch in diesem Herbst soll der nächste Projektaufruf für das SKS-Programm gestartet werden.

Sportmilliarde muss konsequent umgesetzt werden

Michaela Röhrbein: „Die von der Koalition angekündigte Sportmilliarde erwacht Stück für Stück zum Leben. Wir sehen, dass die Politik Einsatz zeigt und sich um die Sportstätten im Land kümmert. Dieser Einsatz kommt direkt vor Ort bei den Menschen an, die Sportvereine und ihre Millionen von Mitgliedern sind dankbar für diese Unterstützung. Aufgrund der enormen Höhe des Sanierungsstaus im Sport braucht es für langfristige und nachhaltige Effekte aber die gesamte Sportmilliarde jährlich. Ich hoffe deshalb sehr, dass der Haushaltsausschuss das Programm weiterentwickeln und aufstocken wird sowie weitere Runden plant.“

Der DOSB appelliert zudem an die Länder, die im Kern für die Förderung der Sportstätten zuständig sind, eine Investitionsoffensive für Sportinfrastruktur zu starten.

Übersicht aller geförderten Projekte aus dem Programm SKS-Schwimmbäder: Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Sportstätten - Schwimmbäder"

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