Sportförderung verlässlich sichern und erweitern
Vereine und Verbände brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um ihre Arbeit für Ehrenamt, Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt auch künftig leisten zu können. Der Landessportbund Sachsen-Anhalt (LSB) hat deshalb im Vorfeld der Landtagswahl am 6. September 2026 klare Forderungen an die Landespolitik formuliert.

Die Forderungen, die Sportförderung betreffend, lauten wie folgt:
- Sport wird zur gesetzlichen Pflichtaufgabe, mit klar geregelter, gesicherter Finanzierung und konsequenter Umsetzung in der Verwaltungspraxis.
- Sport wird bei allen einschlägigen gesetzgeberischen Regelungen konsequent einbezogen.
- Der LSB erhält eine auskömmliche finanzielle Ausstattung, inklusive automatischer Anerkennung von Tarifanpassungen und einem dem Arbeitsvolumen entsprechenden Stellenaufwuchs.
- Förderrichtlinien und Unterstützungsleistungen werden entbürokratisiert und digitalisiert, die Fördermittelvergabe transparent und schneller gestaltet.
- Die Pauschalförderung für Vereine und Mitgliedsorganisationen nachhaltig erhöhen – insbesondere für Personalkosten, Übungsleiter*innen und Vereinsmitglieder.
„Wer den organisierten Sport stärken will, muss den Vereinen, Verbänden und Kreissportbünden eine langfristige Perspektive geben. Eine gesicherte und planbare Finanzierung ist die Grundlage dafür, dass Sport- und Bewegungsangebote für alle Bürgerinnen und Bürger dauerhaft erhalten und weiterentwickelt werden können“ sagt Christian Schreiber, Vorstandsvorsitzender des LSB.
Wahlprüfsteine des LSB - Antworten der Politik zur Sportförderung
Im Rahmen seiner Wahlprüfsteine hat der LSB alle sieben aussichtsreichen Parteien – CDU, SPD, FDP, AfD, Die Linke, Bündnis 90/Die Grünen und BSW – zu ihren Ansätzen befragt und die Antworten im direkten Vergleich veröffentlicht. Alle Parteien bekennen sich grundsätzlich zur Fortführung der Sportförderung und zum bestehenden Sportfördergesetz als Grundlage der Förderung in Sachsen-Anhalt. Unterschiede zeigen sich jedoch deutlich darin, ob bestehende Strukturen vor allem gesichert oder aktiv weiterentwickelt werden sollen.
SPD, FDP und BSW formulieren die klarsten Aussagen zur Weiterentwicklung. Die SPD spricht sich für eine Dynamisierung der Fördermittel und eine stärkere Unterstützung von Vereinen sowie Kreis- und Stadtsportbünden aus. Die FDP setzt ihren Schwerpunkt auf Entbürokratisierung, Digitalisierung und eine stärkere Pauschalförderung. Das BSW betont verlässliche Rahmenbedingungen, weniger Bürokratie sowie die langfristige Absicherung von Sport, Ehrenamt und Jugendarbeit.
Die CDU verweist vor allem auf die bisherige Sportförderung und deren Fortführung. Die Linke fordert eine gesetzlich abgesicherte Förderung ohne Kürzungen und betont die Verantwortung der öffentlichen Hand. Die Grünen sehen einen Schwerpunkt in der Stabilisierung der Förderung sowie in der Vereinfachung und Digitalisierung der Förderverfahren. Die AfD bietet einen institutionalisierten Dialogprozess mit DOSB, LSB und den Einzelverbänden an.
Wer sich vor der Landtagswahl ein eigenes Bild von den sportpolitischen Positionen der Parteien machen möchte, findet die vollständigen Antworten auf der Website des Landessportbundes.
Sportpolitischen Forderungen: Sportpolitische Forderungen - Landessportbund Sachsen-Anhalt e. V.
Antworten der Parteien auf Wahlprüfsteine des LSB: Positionen der Parteien - Landessportbund Sachsen-Anhalt e. V.