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Sportjugend

Über 50 Engagierte setzen Impulse für mehr Schutz im Sport: Erfolgreicher 5. Fachtag Safe Sport Mitteldeutschland in Bad Blankenburg

| Stefan Falkenberg

Mehr als 50 Teilnehmende aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt kamen zum 5. Fachtag Safe Sport Mitteldeutschland in Bad Blankenburg zusammen. Die gemeinsame Kooperationsveranstaltung der Sportjugenden der drei Bundesländer widmete sich der Entwicklung und Umsetzung institutioneller Schutzkonzepte im organisierten Sport. Fachvorträge, Praxisbeispiele und Workshops boten vielfältige Anregungen, um den Schutz vor Gewalt in Sportvereinen und -verbänden weiter zu stärken.

5. Fachtag Safe Sport Mitteldeutschland
(© Lanndessportjugend)

Am 10. Oktober 2026 fand in Bad Blankenburg (Thüringen) der 5. Fachtag Safe Sport Mitteldeutschland statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam von den Sportjugenden aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt organisiert und bot einen wichtigen Raum für Austausch, Vernetzung und Qualifizierung rund um den Schutz vor interpersonaler Gewalt im Sport.

Insgesamt nahmen über 50 Vertreterinnen und Vertreter aus Sportvereinen, Sportverbänden sowie der Kinder- und Jugendarbeit aus den drei Bundesländern teil. Im Mittelpunkt des Fachtages stand die Frage, wie institutionelle Schutzkonzepte nachhaltig entwickelt, umgesetzt und im Vereinsalltag verankert werden können. Ziel der Veranstaltung war es, den Schutz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen dauerhaft als festen Bestandteil der Sportstrukturen zu stärken.

Den fachlichen Auftakt bildeten zwei Impulsvorträge. Angela Marquardt, Mitglied des Betroffenenrates der UBSKM sowie der Unabhängigen Aufarbeitungskommission des Landessportbundes, sprach zum Thema „Aufarbeitung von Gewalt im Sport“ und gab wertvolle Einblicke in Perspektiven von Betroffenen sowie die Bedeutung von Aufarbeitungsprozessen. Mike Ogorselka vom TC „Kristall“ Jena e.V. stellte unter dem Titel „TC Kristall Jena – unser Weg zum Schutzkonzept“ praxisnah vor, wie Schutzmaßnahmen erfolgreich in Vereinsstrukturen implementiert werden können.

Am Nachmittag boten drei Workshops die Möglichkeit, verschiedene Aspekte von Schutzkonzepten vertieft zu bearbeiten. Die Themen reichten von der Beteiligung Betroffener an der Konzeptentwicklung über Potential- und Risikoanalysen bis hin zur Verankerung digitaler Medien in Schutzkonzepten.

Die Landessportjugend Sachsen-Anhalt zieht gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern eine positive Bilanz der Veranstaltung. Der Fachtag hat erneut gezeigt, wie wichtig der länderübergreifende Austausch ist, um gute Praxisbeispiele sichtbar zu machen, voneinander zu lernen und den Schutz vor Gewalt im Sport konsequent weiterzuentwickeln. Die hohe Beteiligung unterstreicht das große Engagement der Vereine und Verbände für sichere Sportstrukturen.

Bereits jetzt richtet sich der Blick auf den 6. Fachtag Safe Sport Mitteldeutschland, der im Jahr 2027 in Leipzig stattfinden wird. Die Landessportjugenden freuen sich darauf, den begonnenen Austausch fortzuführen und weitere Impulse für eine wirksame Präventions- und Schutzarbeit im Sport zu setzen. Informationen zu Termin, Veranstaltungsort und Programm werden im Frühjahr 2027 bekanntgegeben.

Bei Beratungsbedarf oder Fragen zum Themenfeld Schutz vor Gewalt im Sport steht die Ansprechstelle Schutz vor Gewalt der Landessportjugend Sachsen-Anhalt (ansprechstelle.gegen.gewalt(at)lsb-sachsen-anhalt.de, Tel.: 0345/5279 159) als Ansprechpartnerin für Vereine, Verbände sowie haupt- und ehrenamtlich Engagierte zur Verfügung. Informationen zu Unterstützungs- und Beratungsangeboten können direkt über die Landessportjugend Sachsen-Anhalt eingeholt werden.

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