Abschlussveranstaltung des LSB Mentoring-Programms
Mit einem Rückblick auf neun intensive Monate ging das Mentoring-Programm des LSB am vergangenen Samstag zu Ende. Die Abschlussveranstaltung bot Raum für Reflexion, Austausch – und die Frage, wie Mentoring die Sportlandschaft nachhaltig prägen kann.

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Im Januar starteten acht Teilnehmende im Mentoring-Projekt in vier Tandems auf eine Mentoring-Reise durch das Jahr 2025. Nach neun Monaten, zwei Seminarwochenenden und vier Online-Seminaren kam das Programm für die Teilnehmenden ans Ende. Durch den Abschlusstag leitete die Referentin Romy Höhne mit vielen Fragen, die die Teilnehmenden ins Nachdenken über ihren Mentoring-Prozess, die eigene Vereinsarbeit und persönliche Entwicklungen brachten.
„Das Seminar hat mich gestärkt und motiviert“, sagte eine Teilnehmerin. Auch die anderen stimmten dem zu. Geschätzt wurde nicht nur der vertrauensvolle und bereichernde Austausch innerhalb der Tandems und der Gesamtgruppe sowie die Seminarveranstaltungen zu Themen wie Führung, Kommunikation oder Veränderungsmanagement im Verein. Ein wichtiger Schwerpunkt war der Abbau von Barrieren und Hürden im Sportverein für verschiedene Zielgruppen, denn ein Ziel des Projekts ist die Stärkung der Vielfalt im Ehrenamt.
Lernen konnten nicht nur die Mentees von den Mentorinnen, sondern auch umgekehrt: „Die junge Generation hat einen anderen Blickwinkel. Den kann man sich als Mentorin auch mal anschauen.“, sagt eine Mentorin. Das zeigt, dass von Mentoring nicht nur die Mentees, sondern auch die Mentor*innen profitieren können.
Das Programm zielt auch darauf ab, Mentoring als Instrument zur Förderung von Engagement und Vielfalt im Sport zu etablieren – sowohl durch die Begleitung der Tandems als auch durch die Verbreitung der Methode in Vereinen und Verbänden. Mentoring ist eine sehr effektive Methode, um Ehrenamtliche in ihrem Engagement zu unterstützen und damit zu binden. Außerdem unterstützt es Vereine dabei, Wissen innerhalb der Organisation weiterzugeben. Daher lautete eine zentrale Leitfrage hierfür am Samstag: „Für welche Vereine/Verbände könnte Mentoring als Methode zum Abbau von Barrieren und Hürden besonders hilfreich sein? Was braucht es dafür?“ Die Antworten der Teilnehmenden speisten sich aus deren Erfahrungen und umfassten ein breites Spektrum von Vertrauen und Zielsetzungen bis hin zu Kompromiss- und Veränderungsbereitschaft.
Diese und weitere Erkenntnisse des Projekts werden nun in die Vereinsmanagerausbildung und im Bereich der Engagementförderung aufgenommen. Der LSB wird darüber hinaus in den kommenden Wochen eine praktische Handreichung für Vereine veröffentlichen, um die Erkenntnisse zugänglich zu machen, damit die Idee des Mentorings bekannt werde.
Bei Interesse zum Thema Mentoring im Verein kann der Projektmitarbeiter Markus Jentzsch kontaktiert werden und ab 2026 Anja Beutel.
Finanziell gefördert wurde das Projekt durch die Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt.