Frauenvertreterinnen setzen ein starkes Zeichen gegen Gewalt
Am 13. und 14. Februar 2026 kamen die Frauenvertreterinnen und Gleichstellungsbeauftragten der Kreis- und Stadtsportbünde sowie der Landesfachverbände gemeinsam mit dem Landessportbund Sachsen-Anhalt (LSB) zu ihrer jährlichen Tagung in der Landessportschule Sachsen-Anhalt in Osterburg zusammen. Insgesamt 18 engagierte Frauen nutzten die Gelegenheit für intensiven fachlichen Austausch, strategische Diskussionen und praxisnahe Workshops.

(© LSB Sachsen-Anhalt)
Erstmals beteiligte sich der LSB im Rahmen der Tagung an der weltweiten Aktion One Billion Rising – einem internationalen Bündnis gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.
Frauen gestalten Veränderungen im Sport
Ein zentraler inhaltlicher Schwerpunkt war der Workshop „Stark im Wandel: Frauen bewegen Vereine“. Im Fokus standen Veränderungsprozesse in Sportvereinen, strategisches Handeln sowie die Stärkung persönlicher Führungsqualitäten. Die Teilnehmerinnen reflektierten ihre Rolle als Impulsgeberinnen und entwickelten konkrete Ansätze, um Veränderungsprozesse aktiv und nachhaltig zu gestalten.
Darüber hinaus wurde im Rahmen der Erarbeitung einer LSB-Engagementstrategie intensiv gearbeitet. Ziel war es, gleichstellungspolitische Handlungsansätze für den LSB und seine Mitgliedsorganisationen zu entwickeln. Gemeinsam entstanden konkrete Impulse, wie das Ehrenamt von Frauen gezielt gefördert, strukturell abgesichert und langfristig gestärkt werden kann.
Die Ergebnisse fließen in die weitere Ausgestaltung der Engagementstrategie ein und bilden eine wichtige Grundlage für die strategische Verankerung von Gleichstellung im organisierten Sport Sachsen-Anhalts.
Gemeinsames Zeichen im Rahmen von One Billion Rising
Ein besonderer Moment der Tagung war die Beteiligung an One Billion Rising am 14. Februar. Mit einer gemeinsamen Aktion setzten die Teilnehmerinnen ein sichtbares Zeichen gegen patriarchale Gewalt und für Solidarität mit von Gewalt betroffenen Frauen weltweit.
Seit 2012 macht die Bewegung mit Tanz- und Protestaktionen im öffentlichen Raum auf das weltweite Ausmaß von Gewalt gegen Frauen aufmerksam. Statistisch gesehen ist etwa jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens von Gewalt betroffen. Die Initiative ruft dazu auf, hinzusehen, Ursachen klar zu benennen und Prävention sowie gesellschaftlichen Dialog aktiv zu stärken.
Mit ihrer Beteiligung unterstrichen die Frauenvertreterinnen des Sports in Sachsen-Anhalt: Gleichstellungsarbeit ist untrennbar mit dem Einsatz gegen Gewalt und Diskriminierung verbunden. Die Tagung machte deutlich – Sport ist nicht nur Bewegungsraum, sondern auch Gestaltungsraum für gesellschaftliche Verantwortung und nachhaltige Veränderung.