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Leistungssport

Rückempfang Team Mailand & Cortina d’Ampezzo und Berufung des Juniorteams 2026

| Tobias Richter

Auf Einladung von Ministerpräsident Sven Schulze fand am 9. April in der Staatskanzlei Sachsen-Anhalts ein feierlicher Empfang zu Ehren der erfolgreichen Athletinnen und Athleten der Olympischen Winterspiele in Mailand & Cortina d’Ampezzo statt. Gleichzeitig stand die Veranstaltung im Zeichen der Nachwuchsförderung: Der Rückempfang wurde mit der Berufung des Juniorteams Sachsen-Anhalt für das Jahr 2026 verbunden.

Das Team Sachsen-Anhalt für Mailand & Cortina d'Ampezzo sowie die berufenen Athletinnen und Athleten des Juniorteams beim Empfang in der Staatskanzlei
(© LSB Sachsen-Anhalt / Eroll Popova)

In einem kurzen Rückblick wurde die erfolgreiche Teilnahme der Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen-Anhalt hervorgehoben. Mit insgesamt drei Medaillen verliefen die Spiele äußerst erfolgreich für das Bundesland. Thorsten Margis (SV Halle) gewann als Anschieber von Johannes Lochner die Goldmedaille im Viererbob. Alexander Schüller (SV Halle) kehrte zweifach silbern dekoriert zurück – als Anschieber von Francesco Friedrich im kleinen und großen Bob.

Einen hervorragenden vierten Platz belegte Talea Prepens (Mitteldeutscher SC) als Anschieberin von Kim Kalicki im Zweierbob. Zudem nahm die Para Biathletin und Para Langläuferin Andrea Eskau vom USC Magdeburg mit 55 Jahren an ihren neunten Paralympischen Spielen (Sommer wie Winter) teil und erzielte dabei beachtliche Ergebnisse.

Ein besonderer Dank galt auch den Trainerinnen und Trainern, die maßgeblich zu den Erfolgen beigetragen haben. So wurden Wolfgang Kühne (SV Halle) und Birk Lösche (Mitteldeutscher SC) für ihre erfolgreiche Arbeit mit den genannten Athletinnen und Athleten gewürdigt.

„Die Winterspiele in Mailand & Cortina d’Ampezzo waren auch für Sachsen-Anhalt ein starkes Zeichen für Leistungswillen, Teamgeist und internationale Wettbewerbsfähigkeit. Unsere Athletinnen und Athleten haben mit großem Einsatz überzeugt und unser Bundesland erneut hervorragend repräsentiert. Sie sind wichtige Botschafterinnen, Botschafter und Vorbilder des Sports in Sachsen-Anhalt – dafür gilt ihnen mein herzlicher Dank“, sagt Silke Renk-Lange, Präsidentin des Landessportbundes Sachsen-Anhalt.

Die Ehrungen nahmen Ministerpräsident Sven Schulze gemeinsam mit Innen- und Sportministerin Dr. Tamara Zieschang, LSB-Präsidentin Silke Renk-Lange, Dr. Ronald Brachmann, Präsident des Rodel- und Bobsportverbandes, sowie André Willms, Vorsitzender der Stiftung Sport in Sachsen-Anhalt, vor.

Für das Juniorteam Sachsen-Anhalt wurden 24 neue Athletinnen und Athleten berufen. Insgesamt umfasst das Team nun 53 Sportlerinnen und Sportler aus 13 Sportarten.

Die Mitglieder des Juniorteams haben bereits an Welt- oder Europameisterschaften der Junioren, den European Para Youth Games (EPYG) oder dem European Youth Olympics Festival (EYOF) teilgenommen oder im Jugendbereich internationale Titel errungen. Das Juniorteam Sachsen-Anhalt – oft als „Sprungbrett zu Olympia“ bezeichnet – ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Sport in Sachsen-Anhalt, des Landessportbundes sowie des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt und wird von Lotto Sachsen-Anhalt unterstützt. Rund ein Drittel der Gesamtkosten in Höhe von 30.000 Euro wird durch Lotterie-Fördermittel getragen. Die Förderung umfasst eine jährliche Grundförderung über die Landesfachverbände sowie eine leistungsbezogene Komponente, die direkt an die Sportlerinnen und Sportler ausgezahlt wird.

Wie schnell der Sprung vom Juniorteam in den Olympiakader gelingen kann, zeigt die sportliche Entwicklung von  Tim Becker (Mitteldeutscher SC). Der 23-jährige Bob-Anschieber, der seine Karriere ursprünglich als Weitspringer begann, wechselte erst 2022 zum Bobsport und sammelte jüngst bei den Olympischen Spielen in Mailand & Cortina d'Ampezzo als Ersatzmann bereits wertvolle Erfahrungen für seine sportliche Zukunft.

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