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Leistungssport

Wernigeröder Christopher Grotheer holt zweimal Bronze in Cortina – und beendet seine Karriere

| Tobias Richter

Großer Erfolg zum Karriereabschluss: Der gebürtige Wernigeröder Christopher Grotheer hat bei den Olympischen Winterspielen in Mailand & Cortina d’Ampezzo gleich zweimal Bronze gewonnen – und im Anschluss an die Wettkämpfe sein Karriereende bekanntgegeben.

Die deutschen Mixed-Teams im Skeleton nach dem erfolgreichen Wettkampf. Für den Wernigeröder Christopher Grotheer (re.) war es das letzte Rennen der Karriere.
(© dpa picture alliance)

Bronze im Einzel hinter Jungk und Weston

Im Skeleton-Einzelrennen sicherte sich der 33-Jährige die Bronzemedaille hinter seinem Teamkollegen Axel Jungk und dem dominierenden Briten Matt Weston, der sich Gold holte. Für Grotheer war es ein emotionaler Erfolg – nicht zuletzt, weil seine Olympia-Teilnahme lange auf der Kippe stand.

Nach einer langen Verletzungspause war ein Start bei den Spielen in Mailand & Cortina d’Ampezzo über Monate hinweg ungewiss. Erst in letzter Sekunde qualifizierte sich der Routinier für die Wettbewerbe – und krönte dies nun mit Edelmetall.

Bronze im Mixed-Wettbewerb

Auch im neu eingeführten Skeleton-Mixed-Wettbewerb durfte Grotheer jubeln: Gemeinsam mit Jacqueline Pfeifer gewann er eine weitere Bronzemedaille. Silber ging an die Teamkollegen Susanne Kreher und Axel Jungk, während erneut die Briten mit Matt Weston und Tabitha Stoecker ganz oben auf dem Podium standen.

Insgesamt gewannen die deutschen Skeleton-Athletinnen und -Athleten sechs Medaillen – darunter drei silberne und drei bronzene – und unterstrichen damit eindrucksvoll ihre internationale Stärke.

Gold in Peking, sieben WM-Titel und der Gesamtweltcup

Grotheer blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück: Bei den Olympischen Winterspielen 2022 in Peking gewann er die Goldmedaille im Skeleton. Zudem ist er siebenfacher Weltmeister und sicherte sich einmal den Gesamtweltcup – eine beeindruckende Bilanz für den Athleten aus dem Harz.

Geboren in Wernigerode, begann Grotheer seine sportliche Laufbahn zunächst als Skispringer, ehe er 2007 zum Skeleton wechselte. Heute lebt er in Schleusingen im Thüringer Wald und startet für den BRS Rennsteig Oberhof.

Mit zwei Bronzemedaillen in Cortina verabschiedet sich Christopher Grotheer nun von der großen Bühne des Leistungssports – als Olympiasieger, mehrfacher Weltmeister und einer der erfolgreichsten Skeleton-Athleten Deutschlands.

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