Kreis-Kinder- und Jugendspiele im Saalekreis: Ein Fest des Sports – und ein würdiger Rahmen für eine besondere Ehrung
Wenn sich an den Wettkampfstätten im gesamten Saalekreis tausende Kinder und Jugendliche messen, anfeuern und gemeinsam sportliche Erlebnisse sammeln, dann sind wieder Kreis-Kinder- und Jugendspiele. Junge Athletinnen und Athleten messen sich auch in diesem Jahr wieder in verschiedenen Sportarten unter anderem in Merseburg, Leuna, Bad Dürrenberg, Krumpa und Braunswerda.

(© Staatskanzlei und Ministerium für Kultur des Landes Sachsen-Anhalt)
Seit vielen Jahren gehören die Spiele zu den wichtigsten Veranstaltungen im Nachwuchssport der Region – und sind weit mehr als eine reine Wettkampfserie. Sie bieten jungen Sportlerinnen und Sportlern die Möglichkeit, erste Wettkampferfahrungen zu sammeln, persönliche Bestleistungen zu erzielen und die Vielfalt des Vereinssports kennenzulernen. Gleichzeitig sind sie ein sichtbares Zeichen für die Leistungsfähigkeit der Vereine im Saalekreis und das große Engagement der zahlreichen Trainerinnen, Trainer und Ehrenamtlichen.
Hinter einer Veranstaltung dieser Größenordnung stehen Menschen, die organisieren, vernetzen und motivieren. Eine zentrale Persönlichkeit ist dabei seit vielen Jahren Angela Heimbach.
Angela Heimbach – das Herz des Sports im Saalekreis
Wer über den organisierten Sport im Saalekreis spricht, kommt an Angela Heimbach nicht vorbei. Als Präsidentin des Kreissportbundes Saalekreis prägt sie seit 15 Jahren die Geschicke des Sports im Landkreis. Unter ihrer Verantwortung vereint der KSB heute 257 Vereine mit mehr als 27.000 Mitgliedern in 44 Sportarten.
Auch die Kreis-Kinder- und Jugendspiele tragen ihre Handschrift – von der Planung über die Abstimmung mit den Vereinen bis hin zur öffentlichen Wahrnehmung. Viele Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter sind sich einig: Ohne ihr Engagement wären die Spiele in dieser Form kaum denkbar.
Umso passender, dass die diesjährigen Spiele nur wenige Wochen nach einer besonderen Auszeichnung stattfinden. Am 7. Mai 2026 erhielt Angela Heimbach in der Staatskanzlei Magdeburg das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland – überreicht von Ministerpräsident Sven Schulze.
„Angela hat diesen Orden mehr als verdient. Sie ist seit Jahrzehnten das Rückgrat des Sports im Saalekreis – und ein echtes Herz unserer Sportfamilie in Sachsen-Anhalt“ freut sich Silke Renk-Lange, Präsidentin des Landessportbundes Sachsen-Anhalt. "Ich bin stolz, sie an unserer Seite zu wissen, und froh, sie eine Freundin nennen zu dürfen."
Bundesverdienstkreuz als Anerkennung eines Lebenswerks
Die Auszeichnung würdigt ein jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement, das weit über die Grenzen des Saalekreises hinausreicht. Angela Heimbach war zunächst erfolgreiche Kunstradsportlerin, später Trainerin, Übungsleiterin und Kampfrichterin bis auf internationale Ebene. Nach der Wiedervereinigung wirkte sie an der Zusammenführung der ost- und westdeutschen Radsportstrukturen mit und war lange die einzige nationale Kampfrichterin im Kunstradfahren aus den neuen Bundesländern.
Als KSB-Präsidentin setzt sie sich für die Qualifizierung von Übungsleiterinnen und Übungsleitern, die Gesundheitsförderung junger Menschen sowie die Vernetzung von Sport, Politik und Gesellschaft ein. Ministerpräsident Schulze würdigte bei der Verleihung Menschen, die Verantwortung übernehmen und das gesellschaftliche Miteinander stärken – genau dafür steht Angela Heimbach.
Eine Auszeichnung, die auch den Vereinen gilt
Das Bundesverdienstkreuz ehrt eine einzelne Persönlichkeit – und steht doch stellvertretend für die vielen Ehrenamtlichen in den Sportvereinen des Saalekreises, die Tag für Tag Verantwortung übernehmen. Die Kreis-Kinder- und Jugendspiele zeigen jedes Jahr, was durch dieses Engagement möglich wird: Junge Menschen für den Sport begeistern und dabei gleichzeitig Perspektiven eröffnen.
