Gehörlosen-U23-Nationalmannschaft bereitet sich in Osterburg auf WM vor
Besondere Gäste waren am vergangenen Wochenende an der Landessportschule Sachsen-Anhalt zu Gast: Die U23-Gehörlosen-Nationalmannschaft des Deutschen Gehörlosen-Sportverbands absolvierte dort ein viertägiges Trainingslager zur Vorbereitung auf die U23-Weltmeisterschaft, die vom 11. bis 23. Mai in Serbien ausgetragen wird.

Im Mittelpunkt des Lehrgangs standen intensive Einheiten in den Bereichen Technik, Taktik, Athletik und Teamentwicklung. Ein wichtiger Härtetest wartete am Freitag mit einem Testspiel gegen die A-Jugend des 1. FC Lok Stendal. In einer abwechslungsreichen Partie trennte man sich leistungsgerecht 3:3. Nach einer zwischenzeitlichen 2:0-Führung der deutschen Auswahl kämpften sich die Gastgeber zurück und verdienten sich das Unentschieden.
Neben den sportlichen Inhalten überzeugte auch das Umfeld an der Landessportschule. Die Mannschaft zeigte sich von den Bedingungen vor Ort begeistert. „Die Bedingungen an der Sportschule waren hervorragend. Der gute Hotelstandard, die sehr kompetenten und freundlichen Mitarbeiter und die optimalen Trainingsbedingungen indoor wie outdoor haben uns beeindruckt. Auch die Freizeitangebote wie die Feuerschale und das Stockbrot haben meinem Team und meinem Stab großen Spaß gemacht. Wir kommen gerne wieder“, so Bundestrainer Georg Schnieders zum Abschluss des Trainingslagers.
Das Trainingslager wurde darüber hinaus für Austausch und Vernetzung in der Region genutzt. So informierte sich Landrat Patrick Puhlmann vor Ort über die Arbeit des Deutschen Gehörlosen-Sportverbands und wünschte der Mannschaft viel Erfolg für das Turnier.
Auch Vertreterinnen und Vertreter des Altmärkischen Gehörlosensportclubs waren beim Freundschaftsspiel in Stendal dabei. Der Verein bietet in den Sparten Bowling, Dart und Fußball Sportangebote für Gehörlose in der Region an. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Inklusionsbeirats des Landkreises Stendal, Reiko Lühe, wurde insbesondere die gesellschaftliche Bedeutung solcher Begegnungen hervorgehoben.
„Der Austausch abseits des Platzes war besonders wertvoll. Dass so viele Gehörlose vor Ort waren, zeigt, wie wichtig solche Veranstaltungen für die regionale Gehörlosengemeinschaft sind. Solche Veranstaltungen fördern das gegenseitige Verständnis und die Inklusion. Gerade der Kontakt zwischen hörenden und gehörlosen Spielern trägt dazu bei, Barrieren abzubauen und den respektvollen Umgang miteinander zu stärken. Solche Events sind nicht nur sportlich sinnvoll, sondern haben auch eine gesellschaftliche Bedeutung“, so Lühe.