Sporttalente auf dem „Sprungbrett für Olympia“
Mit der Berufung des Juniorteams 2026 wurde am vergangenen Donnerstag in der Magdeburger Staatskanzlei erneut sichtbar, wie erfolgreich sich junge Talente aus Sachsen-Anhalt entwickeln. Viele der heute geförderten Nachwuchsathletinnen und -athleten haben ihren Weg über das LSB-Projekt „Talentfindung & Talentförderung“ begonnen.

(© LSB/Eroll Popova)
Das Projekt „Talentfindung & Talentförderung“ wurde 2013 gestartet, um den Nachwuchsleistungssport in Sachsen-Anhalt nachhaltig zu stärken. Ein zentraler Baustein sind die Sachsen-Anhalt-Spiele, bei denen seit 2015 jährlich die talentiertesten Drittklässlerinnen und Drittklässler gesichtet werden. Die elfte Auflage fand kürzlich mit mehr als 2.000 Kindern in Magdeburg und Halle statt. Ergänzt wird das Konzept seit 2016/17 durch landesweite Talentgruppen zur gezielten Weiterförderung.
Das Juniorteam gilt als „Sprungbrett für Olympia“ und ist ein gemeinsames Projekt der Stiftung Sport in Sachsen-Anhalt, des Landessportbundes und des Olympiastützpunktes, unterstützt von LOTTO Sachsen-Anhalt (rund ein Drittel der Gesamtkosten von 30.000,00 Euro).
Die Athletinnen und Athleten des Juniorteams haben bereits internationale Nachwuchsmeisterschaften wie Welt- und Europameisterschaften, die European Para Youth Games oder das European Youth Olympic Festival bestritten oder Titel gewonnen. Die Förderung umfasst eine Grundförderung über die Landesfachverbände sowie leistungsbezogene Prämien direkt an die Sportlerinnen und Sportler.
„Die Berufung des Juniorteams 2026 zeigt eindrucksvoll, wie nachhaltig unsere Talentförderung in Sachsen-Anhalt wirkt. Viele der heute erfolgreichsten Nachwuchsathletinnen und -athleten haben ihren Weg bei den Sachsen-Anhalt-Spielen begonnen. Darauf können wir sehr stolz sein“, sagt Thomas Krüger, Sportvorstand des LSB Sachsen-Anhalt.
53 Talente aus 13 Sportarten
Im Juniorteam 2026 stehen insgesamt 53 Athletinnen und Athleten aus 13 Sportarten. Davon kommen 31 aus den bei den Sachsen-Anhalt-Spielen vertretenen Sportarten Handball, Judo, Kanu, Leichtathletik und Rudern.
Besonders bemerkenswert: Elf dieser Sportlerinnen und Sportler haben seit 2015 als Grundschulkinder das LSB-Projekt „Talentfindung & Talentförderung“ durchlaufen und stehen nun als junge Erwachsene auf dem Sprungbrett für Olympia.
Bei den Sachsen-Anhalt-Spielen entdeckt
- Pepe Schröter (Kanu-Rennsport, SC Magdeburg, Sachsen-Anhalt-Spiele 2018)
- Pascal Brandenburg (Kanu-Slalom, Böllberger SV, 2018)
- Felix Zeymer (Rudern, HRV Böllberg/Nelson, 2017)
- Luisa Herzig (Rudern, HRV Böllberg/Nelson, 2016)
- Niclas Leander Brell (Rudern, HRV Böllberg/Nelson, 2018)
- Leonie Grube (Rudern, SC Magdeburg, 2016)
- Jacob Bergmann (Rudern, RC Alt-Werder Magdeburg, 2018)
- Nick Joel Richhardt (Leichtathletik, SV Halle, 2016)
- Malte Elze (Handball, SC Magdeburg, 2017)
Bereits vor den Sachsen-Anhalt-Spielen in ihrer Sportart aktiv waren Leon-Joel Clair (Leichtathletik, SV Halle) und Monty Kleinsteuber (Handball, SC Magdeburg). Für beide waren die Spiele jedoch die erste Berührung mit dem Nachwuchsleistungssport und ein wichtiger Impuls für den weiteren Weg Richtung Eliteschule des Sports.
Verabschiedung von Arvid Kockel
Mit Arvid Kockel vom SV Halle wurde zudem ein international erfolgreicher Geher aus dem Juniorteam verabschiedet. Er war 2023 der erste Athlet im Juniorteam, der bereits an der Premierenveranstaltung der Sachsen-Anhalt-Spiele teilgenommen hatte. Nach der maximalen Förderzeit von drei Jahren verfolgt er nun sein nächstes großes Ziel: die Teilnahme an Olympischen Spielen.