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Leistungssport

Drei Medaillen und deutsche Rekorde zum Auftakt der Beckenwettbewerbe

| Tobias Richter

Die Athletinnen und Athleten aus Sachsen-Anhalt haben zum Auftakt der Beckenwettbewerbe der Schwimm-Europameisterschaften in Paris mehrere Ausrufezeichen gesetzt. Drei Medaillen und mehrere deutsche Rekorde stehen nach den ersten zwei Wettkampftagen auf der Habenseite. Isabel Gose und Maya Werner holen über 800 Meter Freistil Silber und Bronze, Lukas Märtens gewinnt mit der deutschen 4x 200 Meter-Freistilstaffel Bronze. Zudem stellen die deutschen Staffeln gleich mehrere neue Rekorde auf.

Isabel Gose (li.) und Maya Werner (re.) holen Silber und Bronze über 800 Meter Freistil.
(© dpa picture alliance / ZUMAPRESS.com | Gian Mattia D'Alberto)

Über 800 Meter Freistil haben Isabel Gose und Maya Werner gemeinsam für einen deutschen Doppelerfolg gesorgt. Gose schwamm in 8:18,44 Minuten zur Silbermedaille, Werner schlug unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin an und sicherte sich Bronze. Den EM-Titel holte die Italienerin Simona Quadarella.

Für die 24-jährige Gose ist die Silbermedaille ein weiterer großer Erfolg auf internationaler Bühne. Über die 800 Meter musste sie sich lediglich ihrer langjährigen Rivalin Quadarella geschlagen geben. Gleichzeitig durfte sich Gose nach den zwei Goldmedaillen im Freiwasser über eine weitere Medaille bei diesen Titelkämpfen freuen.

Besonders emotional war der Erfolg für die erst 20-jährige Maya Werner. Für die Magdeburgerin ist die Bronzemedaille über 800 Meter Freistil ein großer Meilenstein, denn erstmals gewann sie bei einer internationalen Meisterschaft eine Einzelmedaille. Damit stellte Werner unter Beweis, dass sie inzwischen auch auf internationaler Ebene zur Spitze über die langen Freistilstrecken gehört.

Bereits am Vortag hatte SCM-Teamkollege Lukas Märtens gemeinsam mit der deutschen 4x 200 Meter-Freistilstaffel das erste Edelmetall aus dem Becken gefischt. Das deutsche Männerteam schwamm auf den Bronzeplatz und stellte dabei zugleich einen neuen deutschen Rekord auf. Mit 7:02,28 Minuten war das DSV-Quartett knapp eine Sekunde schneller als die 17 Jahre alte noch aus der Zeit der Hightech-Anzüge stammende Bestmarke von 7:03,19 Minuten der Staffel um Paul Biedermann (SV Halle).

Auch die deutsche Frauenstaffel über 4x 200 Meter-Freistil überzeugte. Mit Linda Roth und Nina Holt vom SC Magdeburg im Aufgebot belegte das Team im Finale nur eine Hundertstelsekunde hinter den neutralen Athletinnen aus Russland den vierten Platz. Dabei gelang der Staffel ebenfalls ein neuer deutscher Rekord. Mit rund 1,7 Sekunden unterbot das Quartett die alte Bestmarke, mit der Britta Steffen und ihre Teamkolleginnen 2006 bei der EM in Budapest seinerzeit sogar in Weltrekordzeit zum Titel schwammen.

Für einen weiteren Rekord sorgte schließlich die deutsche 4x 100 Meter-Lagenstaffel. Bereits in der Qualifikation war Linda Roth für das Team im Einsatz, im Finale schwamm ihre Vereinskameradin Nina Holt. Die Staffel verbesserte im Endlauf den bisherigen deutschen Rekord aus dem Jahr 2015 und belegte schließlich einen starken fünften Platz.

Der Landessportbund Sachsen-Anhalt gratuliert Isabel Gose, Maya Werner, Lukas Märtens, Linda Roth und Nina Holt sowie dem Trainerteam um Bernd Berkhahn herzlich zu ihren starken Leistungen und wünscht für die weiteren Wettbewerbe viel Erfolg!

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