Beschluss der IOC-Generalversammlung: Neuer Fonds ermöglicht direkte finanzielle Unterstützung für alle Olympiastarter*innen
In Lausanne wurden wichtige Neuerungen beschlossen. Darunter ein Fond, in den das IOC pro Olympiade 140 Millionen Dollar investiert. Diese sind für finanzielle Zuschüsse von Teilnehmerinnen und Teilnehmern gedacht, die an Olympischen Spielen teilnehmen.

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Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat auf seiner außerordentlichen Generalversammlung am Hauptsitz in Lausanne (Schweiz) am Mittwoch wichtige Neuerungen im Rahmen des „Fit for the Future“-Prozesses vorgestellt, die auch die Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) um die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele im Zeitraum 2036 bis 2044 betreffen. Unter anderem investiert das IOC pro Olympiade 140 Millionen Dollar in einen Fonds. Dieser ermöglicht direkte finanzielle Unterstützung für alle Olympiastarter*innen.
Der ehemalige Basketball-Superstar, der die IOC-Athlet*innenkommission anführt, stellte das Programm „Athletes Grants“ vor, das jeder Teilnehmerin und jedem Teilnehmer an Olympischen Spielen ermöglicht, einen finanziellen Zuschuss von bis zu 10.000 US-Dollar zu beantragen. Diese Regelung gilt rückwirkend auch für die Athlet*innen, die an den Winterspielen in Mailand Cortina im Februar dieses Jahres teilgenommen hatten. Sie ist eine Reaktion auf vielfältige Forderungen aus Kreisen der Athlet*innen nach besserer finanzieller Unterstützung. Der Zuschuss wird direkt beim IOC beantragt und von diesem mittels einer Rücklage von 140 Millionen US-Dollar pro Olympiade finanziert, aber über die Nationalen Olympischen Komitees (NOK) ausgezahlt.
Außerdem ist es künftig für alle NOK und alle Weltverbände verpflichtend, Athlet*innenvertretungen zu ermöglichen, um deren Mitsprache zu gewährleisten und ihre Stellung zu stärken. „Ich freue mich, dass die weltweit verpflichtende Einführung von Athlet*innenkommissionen in den Nationalen Olympischen Komitees und Internationalen Verbänden die Stimme von Athletinnen und Athleten weiter stärkt, und dass mit der Einführung von Athletes Grants nun eine direkte Förderung von Olympionik*innen weltweit möglich ist. Damit hat die IOC-Präsidentin unterstrichen, dass ihr die Belange von Athletinnen und Athleten wirklich wichtig sind“, sagte die frühere Turnerin Kim Bui, Mitglied der IOC-Athlet*innenkommission und des DOSB-Präsidiums.