Finals 2026 in Hannover: Zehn Medaillen für Sachsen-Anhalt bei den Finals 2026
Sportlerinnen und Sportler aus Vereinen Sachsen-Anhalts haben bei den Finals 2026 insgesamt zehn Medaillen gewonnen. Die Bilanz umfasst fünf deutsche Meistertitel, zwei Silber- und drei Bronzemedaillen. Mit 19 Punkten belegt Sachsen-Anhalt damit den zwölften Platz in der offiziellen Länderwertung.

(© Die Finals GmbH)
Die fünf Goldmedaillen gewannen Isabel Gose und Lukas Märtens vom SC Magdeburg im Schwimmen, Anja Adler und Maik Polte vom SV Halle im Para-Kanu sowie Diskuswerferin Shanice Craft vom SV Halle. Silber ging an Para-Kanute Ivo Killian vom Halleschen Kanu-Club und Diskuswerfer Henrik Janssen vom SC Magdeburg. Florian Wellbrock vom SC Magdeburg, Anja Adler und Turner Nils Dunkel vom SV Halle komplettierten das Ergebnis mit jeweils einer Bronzemedaille.
Zwei Schwimmtitel für den SC Magdeburg
Besonders erfolgreich präsentierten sich die Schwimmerinnen und Schwimmer des SC Magdeburg im Stadionbad Hannover.
Isabel Gose gewann die kombinierte Freistilwertung über 400 und 800 Meter. Die offizielle Ergebnisübersicht der Finals führt sie als Siegerin der „Lagenmeisterschaft Freistil 400 m + 800 m“. Grundlage für die Gesamtwertung waren ihre beiden bei den Finals absolvierten Einzelrennen. Über 400 Meter Freistil erreichte Gose eine Zeit von 4:07,27 Minuten. Im anschließenden Rennen über 800 Meter Freistil schlug sie nach 8:28,27 Minuten an. Aus beiden Leistungen ergab sich eine Gesamtwertung von 1.713 Punkten. Mit dieser Punktzahl gewann sie den deutschen Meistertitel in der kombinierten Mittelstreckenwertung.
Auch Lukas Märtens sicherte sich einen Titel. Der Olympiasieger gewann die kombinierte Freistilwertung der Männer. In die Wertung flossen seine Ergebnisse über 100 und 200 Meter Freistil ein. Märtens erreichte über 200 Meter eine Zeit von 1:47,09 Minuten und über 100 Meter 49,74 Sekunden. Damit kam er auf insgesamt 1.675 Punkte und belegte in der Gesamtwertung Rang eins.
Florian Wellbrock gewann für den SC Magdeburg Bronze in der kombinierten Freistilwertung über 400 und 800 Meter. Entscheidend für die Medaillenvergabe war auch bei ihm die zusammengefasste Punktwertung beider Strecken.
Gold, Silber und Bronze im Para-Kanu
Auf dem Maschsee in Hannover gingen drei weitere Medaillen an Vereine aus Sachsen-Anhalt.
Anja Adler vom SV Halle gewann den Para-Kanu-Parallelsprint K1/K2-Mixed und errang im Va’a-Parallelsprint den dritten Platz. Im Goldfinale setzte sie sich vor Ivo Killian vom Halleschen Kanu-Club und Dennis Braun vom ESV Lok Cottbus durch. Adler gewann damit Gold, Killian erhielt die Silbermedaille.
Einen weiteren deutschen Meistertitel sicherte sich Maik Polte vom SV Halle. Er gewann den Va’a-Parallelsprint vor Moritz Berthold vom ESV Lok Cottbus.
Diskusgold für Shanice Craft
In der Leichtathletik gingen zwei Medaillen nach Sachsen-Anhalt.
Shanice Craft vom SV Halle gewann den Diskuswurf der Frauen mit 66,18 Metern. Die Hallenserin erzielte ihre beste Weite im fünften Versuch und sicherte sich damit den deutschen Meistertitel. Zugleich bedeutete das Ergebnis eine neue Saisonbestleistung für Craft.
Im Diskuswurf der Männer gewann Henrik Janssen vom SC Magdeburg die Silbermedaille. Seine beste Weite betrug 64,64 Meter. Janssen belegte damit hinter dem neuen deutschen Meister Steven Richter den zweiten Platz.
Turnbronze für Nils Dunkel
Nils Dunkel vom SV Halle gewann im Gerätturnen Bronze am Sprung. Der Hallenser belegte hinter dem deutschen Meister Marcel Graf von der VT Rinteln und dem zweitplatzierten Maxim Kovalenko vom TV 1883 Bous den dritten Platz.
Erfolge in zentralen Schwerpunktsportarten
Die Medaillen wurden in fünf Sportarten gewonnen: Schwimmen, Kanu, Leichtathletik, Para-Kanu und Gerätturnen. Damit waren insbesondere Sportarten erfolgreich, die in Sachsen-Anhalt über leistungsorientierte Vereins-, Stützpunkt- und Nachwuchsstrukturen verfügen.
Mit zehn Medaillen haben die Sportlerinnen und Sportler aus Sachsen-Anhalts Vereinen bei den Finals 2026 dennoch eine starke Bilanz erzielt. Die fünf Titel von Isabel Gose, Lukas Märtens, Anja Adler, Maik Polte und Shanice Craft sowie die Podestplätze von Ivo Killian, Henrik Janssen, Florian Wellbrock und Nils Dunkel unterstreichen die Leistungsfähigkeit der Vereine und Trainingsstandorte in Halle und Magdeburg.