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Leistungssport

Gerätturnen: Paul Hesselbarth hat die nächste Generation im Blick

| Tobias Richter

Die Faszination für das Gerätturnen begleitet ihn bereits seit seiner Kindheit. Über eigene Erfahrungen als Sportler und sein Studium in Halle führte sein Weg zurück zum Turnsport. Heute ist Paul Hesselbarth hauptamtlicher Trainer beim Landessportbund Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen die jungen Turnerinnen und Turner, ihre Entwicklung und vor allem die Freude am Sport. Im Interview erzählt er von seinem Weg zum Trainer, seinen Zielen und davon, was gute Trainerarbeit für ihn ausmacht.

Paul Hesselbarth ist Trainer am Landesstützpunkt in Halle (Saale).
(© privat)

Seit wann bist du Trainer und warum hast du dich für diesen Beruf entschieden?

Die Faszination des Gerätturnens hat mich als Kind schon immer begeistert. In den 90er Jahren habe ich in Berlin selber geturnt, später bin ich zum Kanurennsport in Neubrandenburg gewechselt. Durch mein Studium an der MLU in Halle bin ich dem Turnsport wieder nähergekommen und arbeite seit 2017 als Übungsleiter und seit 2020 als hauptamtlicher Trainer im Gerätturnen. Das Potential von Kindern zu erkennen, sie zu motivieren, den Ehrgeiz zu entwickeln, neue Herausforderungen zu bewältigen und am Ende auf dem Siegerpodest zu stehen hat für mich den Beruf zur Berufung gemacht.

Welche Athletinnen und Athleten betreust du und was war dein größter Erfolg mit ihnen?

Aktuell trainiere ich als Leiter der Turn-Talentschule des SV Halle Gerätturnen die Altersklassen 6 bis 8 im Grundlagentraining. Neben der Erreichung der Landeskaderkriterien und erfolgreichen Platzierungen bei überregionalen Wettkämpfen ist der größte Erfolg für mich die ordentliche Ausbildung der turnerischen Grundlagen und die Entwicklung und Förderung der Freude, des Ehrgeizes und der Motivation der Athleten am Gerätturnen.

Was macht es so besonders, hier in Sachsen-Anhalt Trainer zu sein?

Trainer in Sachsen-Anhalt zu sein, ist etwas Besonderes, weil hier wichtige Rahmenbedingungen zusammenkommen. Eine gute Bezahlung, eine gute Infrastruktur und schnelle Kommunikationswege schaffen optimale Voraussetzungen für die Arbeit mit Athleten. Besonders im Gerätturnen profitieren wir von einem sehr guten und engagierten Team, in dem Zusammenarbeit, Austausch und gegenseitige Unterstützung großgeschrieben werden.

Welche Ziele hast du in naher Zukunft und in fünf Jahren?

Mein Ziel ist es, meine jetzige Trainingsgruppe so vorzubereiten, dass diese in den nächsten Jahren an den deutschen Mannschaftsmeisterschaften (Deutschlandpokal) und an den deutschen Jugendmeisterschaften erfolgreich teilnehmen sowie ihre ersten internationalen Erfahrungen sammeln kann. Langfristig gesehen will ich mit meinem Team die Athleten gemeinsam weiterentwickeln und den Turnsport in Sachsen-Anhalt voranbringen.

Was macht für dich eine gute Trainerin bzw. einen guten Trainer aus und was würdest du angehenden Trainerinnen und Trainern mit auf den Weg geben?

Für mich macht einen guten Trainer vor allem die Arbeit auf Augenhöhe aus. Dazu gehört, die Sportler ernst zu nehmen, ihnen Vertrauen zu schenken und gleichzeitig Motivation und Ehrgeiz zu vermitteln. Wichtig ist dabei die richtige Balance zwischen Disziplin und Spaß, d. h. klare Regeln und Ziele sind entscheidend, aber der Spaß am Sport sollte nie verloren gehen. Ein guter Trainer lebt ein positives Mindset vor und motiviert sein Team auch in schwierigen Situationen. Für die angehenden Trainer: Seid mit Leidenschaft dabei, bleibt authentisch und entwickelt euch mit eurem Team und den kommenden Herausforderungen.

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