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Leistungssport

Kanunachwuchs mit historischer Medaillenbilanz

| Landeskanuverband Sachsen-Anhalt / Tobias Richter

Der Nachwuchs des SC Magdeburg hat bei den 105. Deutschen Meisterschaften im Kanu-Rennsport am Beetzsee in Brandenburg ein historisches Ergebnis erzielt. Gemeinsam mit dem Kanuteam Sachsen-Anhalt holten die Nachwuchskanuten insgesamt 40 Medaillen und feierten damit die erfolgreichste Deutsche Meisterschaft ihrer Geschichte. 16 Gold-, 15 Silber- und 9 Bronzemedaillen unterstreichen eindrucksvoll die Leistungsstärke und die breite Nachwuchsarbeit im Kanu-Rennsport in Sachsen-Anhalt.

Doppelsieg mit K2 über 1.000m: Tony Heitmann, Tamilo Bach (Silber), DKV-Coach Sören Hensel, Tymofii Zherebylo und Pepe Schröter (Gold)
(© Kanuverband Sachsen-Anhalt)

Bei den Deutschen Meisterschaften gab es am Beetzsee gleich mehrfach Grund zum Feiern. Die Regattastrecke blickte mit einem gewaltigen Feuerwerk auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. Für das sportliche Feuerwerk sorgten die Nachwuchskanuten mit zahlreichen Spitzenleistungen und einer beeindruckenden Medaillenbilanz.

Besonders herausragend präsentierte sich Kjell Brück in der männlichen Jugend im Canadier. Der erst im vergangenen Jahr vom WSC Friedersdorf zum SC Magdeburg gewechselte Nachwuchssportler gewann im C1 über 500 und 1.000 Meter jeweils die Goldmedaille. Gemeinsam mit Finlay Kirsch sicherte er sich außerdem den Deutschen Meistertitel im C2 über 1.000 Meter. Auch über 5.000 Meter blieb das Duo ungeschlagen. Darüber hinaus gewann Brück weitere Medaillen im C1 und C2.

Auch die Junioren im Kajak überzeugten mit starken Leistungen. Tymofii Zherebylo und Pepe Schröter gewannen im K2 sowohl über 500 als auch über 1.000 Meter und sicherten dem SC Magdeburg damit zwei Deutsche Meistertitel. Über 1.000 Meter gelang zudem ein Doppelsieg für den SC Magdeburg. Gold ging an Zherebylo und Schröter, Silber an Tamilo Bach und Tony Heitmann.

Auch im K1 bestätigte Tymofii Zherebylo seine starke Form. Über 500 und 1.000 Meter gewann er jeweils die Silbermedaille und war damit der erfolgreichste Junior im Team.

Bei den weiblichen Jugendlichen überzeugte Eva Feneberg mit einer ebenfalls starken Medaillenbilanz. Im K1 gewann sie über 1.000 und 5.000 Meter jeweils Gold. Über 500 Meter holte sie Bronze. Gemeinsam mit Hanna Brendel gewann Feneberg im K2 über 500 Meter eine weitere Bronzemedaille. Im K4 über 500 Meter sicherte sie sich mit ihren Teamkolleginnen außerdem die Silbermedaille.

Die Erfolge setzten sich auch bei den jüngeren Sportlerinnen und Sportlern fort. Besonders erfolgreich präsentierten sich die Canadier. Bennet Drössler gewann den Titel im Kanu Mehrkampf. Toni und Theo Schlichting sicherten sich im C2 über 500 und 2.000 Meter jeweils die Goldmedaille. Gemeinsam mit Ben Feldmeier gewannen sie zudem Gold im C4 über 500 Meter.

Die Deutschen Meisterschaften waren zugleich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den internationalen Nachwuchswettkämpfen. Aufgrund ihrer starken Leistungen konnten sich mehrere Athletinnen und Athleten für die Olympic Hopes Games in Bratislava qualifizieren. Dazu gehören Eva Feneberg, Nathalie Lange, Joselin Wendt, Tamilo Bach, Kjell Brück, Finlay Kirsch und Nicolas Ecke.

Für die Kanuten des SCM und des Kanuteams Sachsen-Anhalt gehen damit erfolgreiche Meisterschaften zu Ende, die in mehrfacher Hinsicht Maßstäbe gesetzt haben.

Besonders bemerkenswert: Unter den Gewinnerinnen und Gewinnern der 40 Medaillen befinden sich 14 Athletinnen und Athleten, die bereits als Drittklässler die Sachsen-Anhalt Spiele und anschließend eine Talentgruppe im Rahmen des hauseigenen LSB-Projektes „Talentfindung & Talentförderung“ durchlaufen haben. Damit zeigt sich eindrucksvoll, wie frühzeitige Talentförderung den Weg zu späteren sportlichen Erfolgen bereiten kann.

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