Zwei Medaillen für Sachsen-Anhalts Ruderinnen und Ruderer bei der U23-WM
Silber für Christian Aethner, Bronze für Charlotte Luster und ein fünfter Platz für Felix Zeymer im deutschen Männer-Achter: Die Aktiven aus den Vereinen Sachsen-Anhalts haben bei den U23-Weltmeisterschaften im Rudern in Duisburg starke Leistungen gezeigt.

(© Meinruderbild)
Bei den U23-Weltmeisterschaften vom 23. bis 26. Juli 2026 auf der Regattabahn in Duisburg-Wedau waren vier Aktive aus Vereinen Sachsen-Anhalts Teil der deutschen Mannschaft. Besonders erfolgreich verlief die Heim-WM für Christian Aethner und Charlotte Luster von der Halleschen-Ruder-Vereinigung Böllberg/Nelson. Beide gewannen in ihren Bootsklassen eine Medaille.
Silber für Christian Aethner im Männer Doppelzweier
Christian Aethner (HRV) sicherte sich gemeinsam mit Tom Olbrich (Dresdner Ruderverein) die Silbermedaille im Männer-Doppelzweier. In einem stark besetzten Feld mit insgesamt 24 gemeldeten Booten überzeugte das deutsche Duo bereits in den Rennen vor dem Finale.
Im entscheidenden Lauf kämpften Aethner und Olbrich bis zur Ziellinie um die Medaillenplätze und mussten sich lediglich dem Doppelzweier aus Portugal geschlagen geben. Mit dem zweiten Platz feierte der Hallenser einen der größten Erfolge seiner bisherigen Laufbahn.
Für Aethner ist es bereits die zweite internationale Medaille im U23-Bereich. Bei den U23-Europameisterschaften 2025 hatte er im Männer-Einer Bronze gewonnen.
Bronze bei der Premiere des Mixed-Doppelzweiers
Charlotte Luster (HRV) und Yannik Sens (Berliner Ruder-Club) haben bei der historischen Premiere des Mixed-Doppelzweiers die Bronzemedaille gewonnen. Das von Tim Grohmann betreute Duo erreichte im A-Finale nach 6:43,14 Minuten den dritten Platz.
Bereits im Vorlauf hatten Luster und Sens überzeugt und hinter der Mannschaft aus Rumänien den zweiten Platz belegt. Im Finale behaupteten sie sich erneut in einem hochklassig besetzten Feld und sicherten Deutschland die erste U23-WM-Medaille in dieser neuen Bootsklasse.
Für beide war es zugleich der zweite Start bei dieser Weltmeisterschaft. Luster war zuvor gemeinsam mit Helena Brenke im Frauen-Doppelzweier angetreten. Das Duo verpasste als Vierter des Halbfinals knapp den Einzug in das A-Finale und beendete den Wettbewerb anschließend auf dem zweiten Platz des B-Finals. Yannik Sens hatte bereits mit dem deutschen Männer-Doppelvierer die Silbermedaille gewonnen.
Für Charlotte Luster war es nicht die erste internationale Medaille. Bereits bei der U23-Weltmeisterschaft 2025 hatte die Ruderin der Halleschen-Ruder-Vereinigung Böllberg/Nelson im Frauen-Doppelvierer Silber gewonnen.
Felix Zeymer erreicht mit dem Männer-Achter das Finale
Felix Zeymer, ebenfalls von der Halleschen-Ruder-Vereinigung Böllberg/Nelson, startete im deutschen Männer-Achter. Das in Dortmund trainierte Großboot qualifizierte sich als Dritter seines Vorlaufs direkt für das A-Finale.
Nach einer medizinisch notwendigen Umbesetzung während der Regatta musste sich die Mannschaft kurzfristig auf eine veränderte Besetzung einstellen. Im Finale erreichte der deutsche Achter nach 5:38,52 Minuten den fünften Platz.
Auch wenn das deutsche Großboot damit nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte, sammelte Zeymer bei seiner Heim-Weltmeisterschaft wichtige Erfahrungen auf höchstem internationalem Nachwuchsniveau.
Jakob Bergmann als Ersatzmann im deutschen Aufgebot
Mit Jakob Bergmann vom Ruder-Club Alt-Werder Magdeburg gehörte ein weiterer Sportler aus Sachsen-Anhalt zum deutschen WM-Team. Er war als Ersatzmann für den Riemenbereich nominiert und absolvierte gemeinsam mit der Mannschaft die Vorbereitung auf die Titelkämpfe.
Bergmann hatte bereits 2025 international auf sich aufmerksam gemacht. Bei den U19-Weltmeisterschaften gewann er mit dem deutschen Junioren-Achter die Bronzemedaille.